Òrúnmìlà
Der schöpfungszeuge

Kubanische Diaspora vs nigerianische Tradition

Unsere Religion und Praktiken, die wir auf Kuba erlernten und pflegen sind mittlerweile weltweit verbreitet. Wir danken all den afrikanischen Sklawen, unsere eigentlichen religiösen Vorfahren, die uns die Religion näherbrachten und lehrten. 

Zunächst sollten wir verstehen, dass es keine PUREN RELIGIONEN und auch keine PUREN TRADITIONEN gibt. Alle haben mit anderen Religionen und Kulturen Gemeinsamkeiten. Ihre Arbeiten in unseren Gesellschaften, unsere Denkweisen, unser Glauben, unsere Gewohnheiten, unsere Umwelt in der wir uns entwickeln, alles ist ein Komplex, aus dem die Eigenart unserer Völker entstanden sind.

Niemand herrscht über die absolute Wahrheit......

Auf Kuba im Gegenssatz kam eine Vielzahl von verschiedenen Völkerstämmen mit jeweils unterschiedlichen Entitäten, verschiedene religiöse Auffassungen mit all ihren Traditionen und Gebräuchen. Sie schufen eine neue Kultur, reicher und größer als ihre eigene im Ursprung auch unter der Unterdrückung der Sklaverei leidend. Sie erreichten jedoch Frieden und adoptierten auch eine neue Religion durch den Evangelismus.

Wenn wir unseren Blick auf die Kultur dieser Religion richten und auch die Studie der Rituale mit einbeziehen, dann sehen wir, dass deren Glauben und religiöse Kunst u.a. auch auf Erbarmung basiert. Wir würden sehr schnell verstehen, dass diese Entwicklung völlig normal ist. Aus diesem Grunde hat Ifa sich als Religion so auf Kuba niedergelassen und im Vergleich zu Afrika wo es die Probleme der Kolonisation und Einflüsse der Muslime anhielten, die am Ende auch dort zu Abweichungen eines neuem Glaubens und Verhaltensweisen führten.

In beiden Kulturen finden wir diese Unterschiede und die Sorge im jeweiligen Korpus Ifa und werden somit zur Realität. Aus diesem Grunde wurde Dinge hinzugefügt, die der eigentlichen Problematik entsprachen.

Die unterschiedlichen Denkweisen waren offensichtlich, da Nigeria durch Muslime und die Kolonialmacht heftige Kriege und eine erhebliche politische  Instabilität produzierte. Ifa konnte sich nicht erlauben seine Haltung zu verlieren, nur weil man eine andere neue religiöse Auffassung hatte.  Ifa wollte sich auch nicht dem "weißen Mann" fügen. Deshalb waren alle Konditionen inakzeptabel und zuletzt verlor man den Segen und die von Orunmila gegebenen Irés. All dies ist ein Mechanismus der entstanden ist, um sich nicht zu verlieren, so wie es bis vor einigen Jahren in Nigeria geschehen ist. Dank der Unesco wurde ein wichtiger Schritt im Jahre 2005 getan, indem das Ifa Orakel als Meisterwerk der Menschheit erklärt wude.

Auf Kuba lebte man damals relativ friedlich und in Harmonie. Die Sklaven hatten sich lediglich mit Disziplin zu fügen und konnten somit nur in Gemeinschaft zur Rettung alle verschiedenen Kulturen und Glaubensrichtungen, die sie mitbrachten, unter einem Dach vereinen. Sie akzeptierten auch die Vergötterung anderer Entitäten und integrierten Rituale und Traditionen all ihrer Kulturen. Die Liturgie wurde von allen aufgenommen.

Berücksichtigen wir noch einen anderen Faktor, die Praxis Ifas in Nigeria ist nicht nur von Ort zu Ort unterschiedlich, sondern auch von Volk zu Volk. Diese Unterschiede nennen wir Urpsrungspfade (linaje). Jeder einzelne hat seine bestimmten Glaubensinhalte und Methodik in den Weihungen und anderen Ritualen. Aus diesem Grunde kann man nicht generell behaupten "So etwas wird nicht in Afrika gemacht" , so wie oft die kubanische Tradition beschuldigt wird. Dann sollte man auch sagen "So etwas wird in Lagos nicht gemacht..... in Oyo auch nicht...." etc. So argumentieren nur irgendwelche Erfinder der neuen Religion. Der Respekt und die Toleranz gegenüber anderen Richtungen, Ritualen und Liturgien, sollten eine feste Basis zur Annäherung aller Beteiligten sein und sich austuaschen, gegenseitig lehren und lernen. Nur so bereichern wir unsere eigene Kultur.

Es wäre eher angebracht, zu sagen "So machen wir das in meinem Hause oder so machen wir es in der Gegend, in der ich religiös geboren wurde"

Nie sollten wir vergessen, dass wir aus einer Tradition stammen, die allerdings aus vielen Gegenden Nigerias und Afrikas stammen. Diese Tradition wurde von unseren Vorfahren formiert und lehrten uns das jeweils Beste aus ihrer Tradition. Unser Stolz ist es, dass es bis heute immer funktioniert hat. 

Während diese Religion in Afrika ruhte (u.a. wegen des Islam, Kolonialmacht, etc.) blühte diese in Ländern wie Brasilien, Kuba und andere wohin der Sklawenhandel sie getrieben hatte.

Nachdem nun in Nigeria die Relgion wieder erwacht, möchten wir ganz besondere Merkmale setzen, um einen neutralen und objektiven Vergleich zu schaffen, damit es zu keiner Fehlinformation und falschen Interpretation kommt.

Es gibt Personen, die auf Kuba geweiht wurden und diese Religion u.a. und leider auch zu kommerziellen Zwecken betreibten Das auf Kuba Erfahrene, wo es in der kubanischen Diaspora keine zusätzlichen Titel wie Chief und dessen direkter und indirekter Handel, Zertifikate über irgendwelche Weihungen (usw.) gibt, gerät in letzter Zeit immer wieder zum Kläger als auch zum Angeklagten zwischen beiden Seiten.

Man wird nur einmal geboren..... und es gibt nur ein Ifa!

Wichtig ist zu wissen, dass in Nigeria erhebliche Abweichungen in rituellen Abläufen bestehen, die von Ort und Provinz unterschiedlich sind. Somit ist es schwer, eine klare Linie zu ziehen, in Afrika, als auch auf Kuba, Brasilien, usw. Ebenso wäre es nicht korrekt und ethisch zu behaupten, jeder hätte seine authentische und einzig wahre Religion in ihrer eigenen Anwendungsform.

Einige Babalawos und Olorishas sind seit geraumer Zeit dabei, auf eigene Kosten zu reisen, Interviews zu erstellen, Vergleiche zu ziehen, Behauptungen zu korrigieren, kurzum alles Notwendige klarzustellen. Der gesamte Kult wurde verbal überliefert, als die Sklaven aus Afrika in diverse Länder deportiert wurden. Dank der unerbärmlichen Dogmatik der katholischen Kirche, wandelte sich teilweise unsere Yoruba Religion in den Synchretismus, wo Orishas katholische Heiligennamen erhielten und wurden somit geduldet.

Um möglichen Missverständnissen und falschen Behauptungen entgegenzutreten, empfehlen wir das Dokument REVINDICACION
Ifa summiert und restiert nicht. An der deutschen Fassung wird noch gearbeitet. Nacheinander setzen wir Elemente aus dieser hervorragenden objetiven Dokumentation den übersetzten Inhalt hier rein.

REVINDIKATION

 

Die Täuschung und Wahrheit über die Iyanifá

"Die Frauen können Iyanifá werden, weil sie Odu in sich haben, weil sie Frauen sind und gebähren".

Eine große Lüge. Wir fragen deshalb: Wenn die Frauen Odu in sich hätten und gebähren können und deshalb Iyanifás werden können, so haben auch alle Männer Orunmila in sich und nur weil sie ein Geschlechtsteil mit Hoden haben? Wir bemühen uns zu erklären, dass in Nigeria die Iyanifás entstanden sind, als man Igba Iwa Odu einer jüdischen Frau (Dr. D´Haifa) gemacht hat.

Kein einziges Odu Ifá spricht über eine Frau, die als Iyanifá geweiht ist (nicht ein einziges Zeichen!) Dies ist entstanden, als man den finanziellen Vorteil dieses Geschäfts bemerkte.  Wenn eine Frau sich nicht vor Odu präsentieren darf, so kann man auch nicht behaupten, Odu zu vertreten. Also einfach zu sagen, dass man Odu in sich trägt, weil man eine Gebährmutter hat ist absolut FALSCH!

Andere behaupten, dass Odu im heligen Raum anwesend sei.... Odu hat festgelegt alleine zu sein und dass keine Frau dort sein darf, wo sie ist.

Gehen wir aber mal davon aus, dass eine Frau ohne gesehen zu werden dort ist. Wie kann in diesem Fall eine Frau eine Zeremonie vor Odu vollziehen? Jede Lüge stolpert über eine weitere nur um den Betrug zu rechtfertigen? Letztendlich geht es doch nur ums Geld, das eine Frau für diese Weihung bezahlt. Warum sollte man auf eine weitere Einkunftsquelle verzichten?  Es ist die wahre Odu, die VERBIETET, dass eine Frau in ihrer Nähe ist und sich vor sie stellt. Dies steht in den nigerianischen Zeichen, alsauch in den afrokubanischen. Es gibt zudem auch keine geschichtlichen Bemerkungen, weder im Ifa, in den Kulturen, noch in der Anthropolgie über Iyanifas.

Bis heute ist keine Ifa Geschichte bekannt, in der erzählt wird, dass Odu vom Himmel auf die Erde als Frau kam um Ifa zu machen.

Ohne Odu im Igbodun ist eine ordentliche Weihung nicht durchführbar und somit kann man Odu auch nicht vertreten. Bitte keine weiteren Erfindungen mehr!

Man braucht nur in den verschiedenen Odu Ifas und Ese Ifa nachzulesen, in denen Odu vorkommt. 

Wir kennen Namen von den ersten Babalawos aber für die nigerianische Tradition ist es unmöglich ein einziges Ifa odu und eine Geschichte zu nennen, die die Weihung einer Iyanifa bestätigt.

Man sehe alleine die vielen Anträge nigerianischer Frauen vor der UNO, die um ihre Rechte bitten. Ihre Rolle innerhalb der Gesellschaft ist gut defniert und dass wird auch nicht bestritten, aber in religiöser Hinsicht befanden sie sich immer in der Osha oder als Akpetebi. Nie war die Rede von Iyanifás.

Es reicht nicht aus, mit dem Daumen alleine die Sonne zu verdecken. Es reicht die Studie der Ifa Schriften um festzustellen, dass nicht eine einzige Frau vom Himmel auf die Erde kam, um ifa zu praktizieren. Nicht eine einzige! Auch steht nirgendwo geschrieben, dass eine Frau im Ifa geweiht wurde. Einige versuchten sich auf Baba Eyiogbe und wir glauben auf Otura Ogunda zu basieren, aber man weiß mittlerweile, dass dies auch eine Erfindung ist, weil solche Weihungen definitiv nicht zu der Liturgie Ifas gehören und auch inkompatibel sind. Mit anderen Worten "Die Iyanifa ist gegen die heilige Liturgie" Wenn wir uns auch zu wiederholen scheinen, müssen wir etwas umfangreicher sein.

Erstens, wenn es ein Gleichheitsgesetz zwischen Mann und Frau gibt, bedeutet das nicht, dass es auch in religiöser Art nach der englischen Kolonisierung durchführbar ist. Diese hatte die rassistische Diskriminierung und Kult als mitteleuropäische Entwicklung eingebracht. Hinzu kommt die uralte Penetration in allen Gebieten des Islam hinzu, dessen Einstellung gegenüber der Frau ja allgemein bekannt ist. So braucht man nicht viel weiter zu forschen um festzustellen, dass die Frau in der ältesten Etappe keinerlei Rolle in einer Priesterschaft selbst der ältesten Ifa Zeit hatte.

Von welcher Gleichheit ist nun die Rede, auch nicht unter religiösem Aspekt. Ob es gefällt oder nicht, es ist eine historische soziale und kulturelle Wahrheit.

Nachdem jetzt die Unesco Ifa um Welterbe der Menschheit deklarierte tauchen plötzlich irgendwelche Gestalten auf und fügen diesem Erbe Suurus, Iwa Peles und Iyanifas hinzu, nur um sich hervorzuheben und teilweise sich auf die Verteidiger der Frauenrechte zu berufen.  Die Unesco jedoch investiert erhebliche Summen, um die Tradition in Nigeria aufrecht zu erhalten und gewisse Dinge müssen dann halt "geschminkt" werden. Wen interessiert es eigentlich? Es ist in deren Interesse, dass die Unesco weiter investiert wobei auch fraglich ist, ob diese Gelder auch ihren eigentlichen Empfänger erreichen. So arbeitet man eher irgendwelche moderneren Dinge hinzuzufügen wobei die Unesco sich bemüht, die wahre Überlieferung zu schützen. So bemühen sich die betitelten Personen mit $ Interesse, all dies entsprechend anzupassen und gehen klar an der kulturellen Geschichte vorbei. Noble und respektvolle Forderungen über die Gleichheit der Frau in Nigeria verfehlen ihr Ziel, wie wir alle über den Stand der Frau wissen und das Gegenteil beweisen.

Die zentrale Aufgabe der Mehrzahl der Frauen in jenen Gebieten war und ist der Kommerz.

Einige behaupten, die Frauen dürfen mit den Ikines orakeln, andere sagen nein. Einige behaupten, dass deren Teilnahme an Zeremonnien beschränkt sei. Eindeutig ist, darf eine Frau während einer Weihung zum Babalawo nicht anwesend sein. So wurde auch nie bewiesen, dass eine Frau Babalawos (ob Mann oder Frau) weihen darf. Sogar darf sie keine Awofakan bzw. Ikofa vergeben. Also reden wir auch hier von Gleichheit?

FRAGEN:

1. Durchgehen Frauen die gleichen Zeremonien aller Entitäten wie die Männer? NEIN

2. Darf eine Iyanifa einen Babalawo oder eine Iyanifa weihen? NEIN

Nochmals hinterfragen wir die Gleichheit, die das zulässt.  Von welcher Gleichheit reden wir? Diese Personen rufen in alle 4 Himmelsrichtungen dass es traditionell und uralt sei. Auch das ist unwahr.  In der Antike unserer Religion hat es das auch nicht gegeben. Der Babalawo war unter liturgischem Aspekt vor den Entitäten und nicht der Gesellschaft.

Nur Männer sind befugt die erlaubten Zeremonien zu durchgehen, darunter fällt auch die Annäherung zu Olofin (oder auch Odu genannt wenn man es möchte) und allen anderen Aktionen, die Ifa ermöglicht. All diese Zeremonien lassen es nicht zu, dass eine Frau anwesend ist.

Schauen wir uns jetzt noch das Odu Ifa Ofun Meyi aus der nigerianischen Tradition an, wo bezgl. Odu steht:

Ewe dundun hat starke Blätter

Der Dornfisch hat starke Füsse zum gehen

Betrachte das Ohr einer leprösen Frau

Und betrachte das Blatt des ewe dundun

sie sind gleich.

Für Orunmila wurde adiviniert

Am Tage nahm er oro Modi Modi zur Frau. Oro Modi Modi ist auch als Odu bekannt. Dieser Name ist für jeden Ifa Priester heilig. Sie wurde als Mutter aller Frauen aller Ifa Priester. Odu Oro Modi Modi wurde zum Orisha  nachdem sie Orunmila heiratete. Während des Tages ifa ose, einige Anhänger Orunmilas waren mit ihm im Tempel und auf dem Weg zur Kola Zeremonie. Es wurde gedeutet, dass Orunmila Besuch von einer Frau bekäme, die sehr große spirituelle Fähigkeiten hatte. Man hatte ihm angeraten, diese Frau als Gast zu empfangen und mit allem besten verfügbarem zu bedienen. Auch solle man auf ihre Ratschläge hören. Als die wöchentliche Zeremonie vorüber war, betrat der Besuch Ifa´s  Heim. Orunmila hatte sie sehr herzlich empfangen. Die Frau war beeindruckt von der Art und Weise, wie Orunmila sie bediente und versprach ihm in allen wichtigen Angelegenheiten behilflich zu sein. Sie schlug vor, ihn zu heiraten, jedoch unter einigen Bedingungen. Sie wolle seine Frau sein, forderte jedoch ihren eigenen Raum und dass niemand ihr Gesicht bei Licht sehen darf. Niemand dürfte mit ihr speisen und sie sie wolle auch niemals die anderen Frauen Orunmilas sehen und auch nicht gesehen werden.

Orunmila rief all seine Frauen und warnte diese, dass die Türen, hinter denen Oro Modi Modi wohne, niemals geöffnet werden dürfen. Wenn seine Frauen die Speisen vorbereiten, dürfen sie diese lediglich vor ihre Türe stellen. Oro Modi  konnte somit ihre Speisen selbst hereinholen. Eines Tages, eine der Frauen Orunmilas öffnete die Tür um zu sehen, was sich dahinter verbarg und fragte sich, warum es ihr verwehrt sei, in die Augen der Person zu schauen, die sie täglich beköstigt. Als es Nacht wurde und Orunmila nicht zu Hause war, nahm sie eine fitila (Lampe) um in die Augen von Oro Modi Modi zu schauen. Diese war sehr erbost darüber, als sie das Licht sah und streute Pulver über die Frau Orunmilas, die sofort starb.

Orunmila war aufgeregt, als er in einigen Zeichen bemerkte, dass irgendetwas zu Hause nicht stimmte. Als er den Kadaver seiner Frau sah und feststellte, dass Oro Modi Modi nicht mehr da war, zitierte er eine Poesie von IBGE, um sie zu rufen. So stellte sich heraus, dass Odu die neugierige Ehefrau Orunmilas entlarvte.

Ewe dundun hat starke Blätter

der Chor singt hin in (ja)

Der Dornfisch hat starke Füsse zum gehen

Betrachte das Ohr einer leprösen Frau

der Chor singt hin in

Beide sind gleich

sie sind gleich.

Für Orunmila wurde adiviniert

der Chor sing hin in

Oro modi modi

ich habe mit Dir nicht vereinbart zu töten

der Chor singt: Eeee Oro modi modi

Ich habe mit Dir nicht vereinbar meine Frau zu töten

Oro modi modi antwortete, sie bestand darauf

Chor singt: Eeee Oro modi modi

Es wurde für Orunmila adiviniert

Am Tage unserer Heirat und Oro modi modi als Deine Frau

Chor sing: Hin in si

habe ich vereinbart, dass niemand Licht an mein Gesicht lassen darf

Chor singt: Orunmila Oooo

Eeee Orunmila

Ich habe nicht erlaubt, dass man Licht in meinem Haus zulassen darf.  Ab jetzt wurde Orunmila klar, dass eine seiner Frauen das Tabu gebrochen hatte und dies auch der Grund f. Ihren Tod war. Odu, Oro Modi Modi kam zurück um mit Orunmila zu leben. Sie zog es vor ein Spirit zu sein um Orunmila zu helfen und ihn zu führen und ihm das Licht in seinem Leben in der Dunkelheit zu sein. Sie versprach ihn zu segnen und warnte ihn sobald er Ifa Priester sei und Odu empfangen hat, dass keine einzige Frau in ihrer Nähe sein darf. So darf auch keine Speise von einer Frau zubereitet werden. So sollen alle Priester, die Odu empfangen, in ihren Aufgaben hervorragend und kraftvoll sein.

Bis zum heutigen Tage ist dies der Grund, warum keine Frau Odu sehen darf. Es wird auch jedem Babalawo erklärt in welchem Teil der Zeremonie er Odu sehen darf.

Wenn man diese Geschichte der nigerianischen Tradition liest, ist es wohl klar, dass Odu (eine andere Frau) sehr starke und mächtige spirituelle Fähigkeiten hat, die Orunmila entsprechend geholfen hatten. Dies nicht, weil sie eine Gebährmutter hat, wie die anderen Frauen Orunmilas, die ihr nicht einmal Speisen mehr reichen durften. Es ist wohl eindeutig, warum keine Frau Odu sehen darf. Hieraus stellt sich die Frage, warum eine Frau, die über eine Gebährmutter verfügt Odu sehen darf? Das hat es damit auf sich? Warum sollte sie eine Zeremonie in Ifa durchführen, zu der Odu nicht anwesend ist. Dies gilt auch für entfernte Formen einer Iyanifa, die in keinster Weise überragend noch kraftvoller in ihrer Priesterschaft ist.  Nur Odu zu empfangen gibt diese Kräfte! Jemand sprach von Gleichheit der Geschlechter in Nigeria und somit auch in der Religion partizipieren darf. Könnte uns jemand erklären, wie das ohne jegliche Kräfte geht?

Bis jetzt haben wir über die Tatsache der Geschichte gesprochen in der keine Frau vor Odu anwesend sein darf und kommen nunmehr zu den religiösen Attributen, die eine Frau in der Religion bedient. So Orunmilas Adivinations Attribute. Das ist ebenfalls ein Tabu, dass eine mit diesen Werkzeugen arbeiten darf!

 

Die Ijoye Zeremonie: ¿Ein blutiger Akt der kubanischen Brutalität?

 

Das sogenannte Ijoye ist ein Ritual, das am 7. Tage der Ifa Weihe durchgeführt wird. An jenem Tag wird dem neuen Hohepriester Ifa übergeben. Ijo Oyé bedeutet in etwa Tag der Krönung.

Während dieser Zeremonie wird in unserer Tradition der neu Initiierte hinterrücks geschlagen und ist auch in den afrokubanischen als auch in den traditionellen afrikanischen Ifa Schriften hinterlegt. In beiden Linien geht es vorwiegend um die Person AKALA Kind des Orishas, den Orunmila wegen bestimmter Geschehnisse, die er mit Akala erlebte bestraft.

 

Wenn in dieser Zeremonie auf Kuba der neue Priester von hinten geschlagen wird, erklingt der Gesang Akala omo Orisa, akala omo Orisa, Orunmila ma nbinu, akala omo Orisa.

(Akala ist Sohn eines orishas, Akala ist Sohn eines Orishas, Orunmila sei nicht böse, Akala ist Sohn eines orishas)

Die Ijoye Zeremonie als solche ist im nigerianischen Ifa Zeichen Okana Meyi hinterlegt  wo geschrieben steht: Ogbo erinla ki isoro e weye jigbinni lorun esin A difafun Bilope Ti nsomo bibi Orunmila. Won ni ki o wa rubo nitori ki lo si Oko.

(Eine alte Kuh kann nicht sprechen, und schaut auf die schöne Dekoration am Halse des Pferdes.) Dieses Ifa Zeichen erhielt Bilope, ein Sohn Orunmilas. Man hatte ihm geraten Ebbo (Opferarbeit) zu machen,  weil er nicht auf dem Feld arbeiten durfte.

 

Wenn man genau beobachtet,  liegt die Bedeutung dieser Zeremonie darin, dass der Alawó, den Raum verlässt, in dem sich Orunmila befindet und symbolisch pflanzt er die Saat  außerhalb des besagten Raumes und verlässt somit Orunmila. Hier folgen die SYMBOLISCHEN SCHLÄGE auf dem Rücken des Alawó, damit er zurück zu seinem Ifa kehrt.  So zeigt ihm symbolisch, dass ein Babalawo nur Ifa arbeiten sollte, um sein Ziele nicht zu verfehlen. Sollte er doch anders rum weiterhin auf dem Feld arbeiten, ist sein Weg länger und härter. Ifa bemüht sich um das Wohlsein eines Awós, sofern er nicht betrügt, nicht respektlos und kriminell im Namen Ifa´s handelt.

 

Ein Awo sollte mit seinem Wissen brillant erscheinen und durch die im Orakel bestätgten Ebbos (Opferarbeiten) die Probleme lösen.

Zusammenfassend, das Ijoye zeigt, dass Awo Orunmila nichts anderes als Ifa arbeiten sollte, weil er sonst von der Welt (durch die Schläge symbolisiert) bestraft wird.  Diese Schläge sollten spürbar sein, aber keinesfalls in Schmerzen und Verletzungen ausarten. Ein ordentlicher Babalawo darf solche barbarischen Akte nicht zulassen.

Eduardo Conde Ifabilawó

 

Auf der anderen Seite, kritisiert man, dass diese Zeremonie in der nigerianischen Ifa Tradition nicht vorkommt. Man beschuldigt sogar die afrokubanische Diaspora.

Wenn man einen solchen Vergleich eines barbarischen Aktes anstellt, so sollte man auch beachten, dass in Afrika rituelle Markierungen in Form von Zeichen im Gesicht geritzt werden.  Dies wird in Afrika in einigen Orisha und Ifa Pfaden gemacht und sind im Ifa und der Osha hinterlegt. In der Osha ist dafür Oggun verantwortlich. Somit ist es nicht nur ein kulturelles Element, wie es einige Neotraditionalisten sehen, sondern vielmehr im nigerianischen Ifa und in vielen Yoruba Völkern verankert.

Viele Neotraditionalisten mahnen oftmals, dass diese Ijoye Zeremonie eine brutale kubanische Erfindung sei und man diese in Nigeria nicht durchführt. Offensichtlich ist diese Meinung falsch. Ijoye wird in Nigeria durchgeführt und deren Form der Zeremonie ist im nigerianischen Ifa Zeichen Irete njeru verankert. Bevor der zukünftige Babalawo geweiht wird, also noch ein Omo awo ist, wird in einigen Häusern auf dem Weg zum Eintritt  in das Igbodun (dem heiligen Raum) mit Ästen  geschlagen.  Wen also irgendwelche Internetvideos gesehen hat, wo dieser Akt nicht vorkommt, oder eine bestimmte Gegend in Nigeria besuchte und es nicht erlebt hat, sollte sich nicht täuschen lassen.  Nachdem dort der Omo Awo geschlagen wurde, wirft er sich mit der Brust auf den Boden und alle anwesenden Babalawos trampeln auf ihm herum.  Auch hier bestehen absolute Parallelen, wie es in einem afrikanischen ese Ifa geschrieben steht.

 

Akala des Òrìsa

Übersetzung:

Ifa sagt, wenn jemand im Orakel mit ate njeru kommt, was Irete lotun, iwori losi, entspricht, muss er Ebbo machen. Ifa sagt auch, dass er vorsichtig während der Suche nach Frauen sein sollte, damit man ihn respektiert.

 

ESE IFA

Te mi kankan n o lo

Te mi wara n o lo

A difá fun Òrúnmìlà

Ifá nlo ree jiyemo

Ti nse obinrin Òrìsa fe

Ébó ni nwon ni baba o se

Òrúnmìlà gbebo nbe o si sebo

Nje ngo te akala omo Òrìsa

Ire to temi lale ana ngo te o gbesan

Ngo te Akala omo Òrìsa.

ÜBERSETZUNG:

Trete mich schnell

Trotzdem führe ich meinen Weg fort (aus eigener Überzeugung)

Trete mich schnell

Ich führe meinen Weg fort (aus eigener Überzeugung)

Es wurde für Orunmila orakelt

Am Tage, als er mit der Frau von Orisa schlafen wollte

Sagte man ihm, er müsse Ebbo machen

 

Orunmila machte Ebbo

Ich werde Akala den Sohn Orisas treten

So wie Du mich gestern Nacht getreten hast.

So räche ich mich.

Ich werde Akala Sohn des Orisa treten

 

Erklärung

Orunmila bedroht die Frau des orisha, sie nennt sich Jimo (Ijemo). Orunmila sagt, dass er alles tun wird, um mit dieser Frau des Orishas zu schlafen und wird sie später für sich behalten. Eines Tages, spät nachts war Orunmila überzeugt, dass sie schläft. Leise pirschte er sich heran und bemerkte, wie Orisa schnarchte. Un día, cuando ya era tarde en la noche y Orunmila se sentía. Auch ihr Sohn Akala schlief. Plötzlich wachte Akala auf, weil er urinieren musste.  Orunmila war überrascht und und fragte sich, wie es möglich sei, dass der Junge des Orishas um diese Uhrzeit aufwache. Orunmila versuchte sich zu verstecken indem er sich auf den Boden legte . Akala trat auf ihn und ging urinieren. Er dachte dabei, was er alles anstellen muss, nur um mit der Frau von Orisa zu schlafen. So hielt es Orunmila eine Weile auf dem Boden aus, bis Akala sich wieder hinlegte und er dann mit der Frau Orisa schlafen konnte. Am Morgen hatte Akala, Sohn des Orisa am ganzen Körper und am Kopf Schmerzen. Sein Vater sagte, dass man besser Orunmila konsultieren sollte .

Orunmila sagte ihm, dass er Ifa empfangen müsse.  Damit seien dann alle Schmerzen beseitigt. Orisa akzeptierte, dass sein Sohn in Ifa geweiht werden sollte.

Als alle Vorbereitungen zur Zeremonie erledigt waren, nahm Orunmila Akala Sohn Orisha zur Hand und sagte ihm: „So wie Du gestern auf mich getreten bist, so werde ich jetzt auf Dich treten“ Alle anderen anwesenden Babalawos verstanden dieses nicht, sie waren nur davon überzeugt, dass Orunmila sicher weiß was er sagt. Nachdem Orunmila auf Akala getreten ist, waren alle Schmerzen in seinem Körper verschwunden.

 

 

Olofin und Odu. Die Geschichte geht weiter..

Die Problematik zwischen Olofin und Odu basiert u.a. auch auf Aussagen der Neotraditionalisten, die abwertend Olofin eine „Keksdose“ nennen und deren für Aussenstehende geheime Inhalte geändert wurden.  Die Anwendungsform dieses Heiligtums ist nicht mehr die Gleiche. In einigen Zeremonien, die im Igbodun (heiligen Raum) mit Odu durchgeführt werden wird auf einen offenes Behältnis zugegriffen, das mit diversen Materialien gefüllt ist, die verwendet und ggfls. wieder aufgefüllt werden. Bei Olofin ist es anders, weil dieser versiegelt und somit geschlossen bleibt. Diese Materialien sind nicht mehr die gleichen, auch nicht in deren Umfang.

Aber, die Ehrung und Anbetung ist die gleiche, die gleichen Tiere werden geopfert, die Form ist gleich, usw. Die Gesänge an beide gerichtet sind sehr unterschiedlich, wie bei vielen Dingen, die aus mündlicher Überlieferung und sprachlichen Unterschieden stammen.

 

Es ist aber sehr einfach, wenn auch oftmals der Mensch keine Ähnlichkeit sieht, sich alles komplizierter vorstellt. Die ersten Ifa´s, die auf Kuba gemacht wurden, waren mit Olofin (so nannte man diese Entität) Dieser stammte aus Nigeria als man später einige Sklaven freigelassen hatte.

 

Dies geschah nicht nur mit Olofin, sondern auch mit vielen anderen Attributen der Religion, die relativ spät nach Kuba kamen. Es gibt somit viele Varianten der Orishas und deren Attribute und Odu, ist auch keine Ausnahme. In Nigeria gibt es Regionen, in der Odu auch heute noch Olofin genannt wird. Es ist bekannt, dass es sich um eine Gottheit handelt, die von den Egbadó so genannt ist.

In einem früheren Teil unserer Dokumentation haben wir auf die Arbeit von E. Bolaji Idowu (“The Supreme Being”) hingewiesen, der versichert, dass Olofin im Komplex der Yoruba als integrale Einheit der „Höheren Gottheiten“ betitelt und alternativ zu Oloddumare gesehen wird.

 

Das Problem basiert eher auf Fehlinformationen, die heute erst klar werden,wenn die sogenannten Neotraditionalisten einen Angelhaken in turbulente Gewässer werfen.

Es gibt viele Babalawos, die analysieren und der Meinung sind, dass Odu ein Teil innerhalb Olofins ist, die auch ihr Ashé reichte. Es fällt direkt in Augenschein, wenn wir den Folofin  (geheimer Bereich im Igbodun) innerhalb des Igbodun vorbereiten. Dazu verwendet mann Dinge, die Odu hat.

Igba Keke, was sich innerhalb Odu mit vier Farben befindet, sind die Farben, die man zur Fertigung der atena im Igbodun und innerhalb Ugbodu verwendet. Wenn diese Farben verbraucht sind, wird diese Odu nicht weiter genutzt und man verehrt diese dann lediglich noch im leeren Zustand.

Wenn man auf eine seriöse Art und Weise vergleicht, ist das Verehren fast gleich. Womit alimentieren sich beide. Die gleichen Tiere wie in Nigeria, gibt man Odu. Ist somit Olofin und Odu je eine andere Entität oder haben sich beide abgesprochen, das gleiche zu essen? Die Form zu essen ist ebenfalls die gleiche…. Zufall? Die Anzahl der Babalawos, die in den Riten präsent sein müssen… auch Zufall? Dazu kommt noch, dass wenn Olofin übergeben wird kommt Odu in jedem Gesang zur Opferung vor….  Wenn man den Inhalt kennt, die Tiere und deren Art der Opferung kennt und vergleicht, kommt man relativ schnell drauf, dass Odu in Olofin integriert ist. Schauen wir uns einige Beispiele von Gesängen an:

Agbo (Hammel) Eje Odu ni laiye, eje Odu nilaiye agbo............

Agbebo adie (Henne) Odu Odu Odu ni laiye, baba ejiogbe .....y etc etc

Eyele (Taube) eyele ni bawa, odu m.... Odu m... Odu m....

Aparo (Wachtel) aparo laiye lebó Odu l..........

 

Wie kann es sein, dass einige behaupten, dass Odu und Olofin nicht gleich sind oder Vater und Tochter nicht im gleichen Behältnis sind? Sind das nicht zu viele Übereinstimmungen um solches zu behaupten? Hinzu kommt, dass Odu auch Igbin (Schnecke) isst, Olofin auch. Auf Kuba opfert man keine Igbin, da die dort befindlichen Tiere sehr klein sind, aber man weiß darüber, dass Igbin geopfert werden kann. Das Essen für Odu, als auch für Olofin darf nur von Babalawos gegeben werden. Auch dieses Essen selbst darf nur von Babalawos verspeist werden, die auch Odu erhalten haben. (diese Dinge hat man auf Kuba langsam weggelassen, man kochte auch Tauben, wenn Olofin dies wünschte.)

Frauen dürfen Odu nicht sehen, so auch nicht Olofin. Auch zeigt es sich, dass wir von ein und dem selben sprechen.

Wir kennen auch die Namen derjenigen, die die notwendigen geheimen Materialien zur Fertigung Olofins suchten. Diese Problematik stellte sich als man auf Kuba neue Ifas machte.

 

Auf diesen Argumenten basierend würden wir gerne folgendes wissen?

Wer behauptet, dass das Geheimnis Olofin im Yorubaland verlorengegangen ist?

Wer behauptet, dass Olofin eine Erfindung von Miguel Febles sei?

Wer behauptet und möchte die Idee verkaufen, dass man nur in Nigeria vor Igba Odu geweiht werden kann?

 

Wenn die Materialien zur Fertigung Olofins aus Afrika kamen und nach Kuba gebracht wordensind, welche weiteren Probleme der Fauna hätten gefunden werden müssen?

 

Unsere Religion ist sehr weitgehend und verlangt sehr viel Disziplin und Lernen, damit wir ein besseres Verständnis aller Prozesse in ihr verstehen. Alles hat sein warum und weshalb und Grund und Ifa verbürgt diese in seinen jeweiligen Odu.

 

Viele Religiöse, die nicht lernen, kritisieren, was sie nicht kennen. Andere haben eben nicht ausreichend Köpfchen um Ifa zu lernen, die sogar oftmals mit Skrupel ihre Meinung vertreten und nichts wissen. Solche wollen Vorbild sein und greifen nicht einmal auf in seltenen Fällen mehr als sechs oder sieben Jahre Praxis (bis 2010 gerechnet) zurück. Zudem haben sie kaum oder gar keinen Kontakt zu ihren Ältereren (padrinos) um korrekte Lehre zu erhalten. Solche halten sich lediglich an irgendwelche „Bücher“, die über ein sehr weit von der Realität entferntes Ifa reden und fast alle irgendwelchen akademischen Titeln geschminkt wurden. Davon meint man, es sei Ifa! Solche nennen wir mal „Möchtegern Meister“, die sich als Allwissend präsentieren. In Wirklichkeit zerschellen diese bald an irgendeiner Wand, wenn sie dagegen laufen. Anstatt Ifa zu lernen, zeigen diese sich im Grunde von einer lächerlichen Seite.

Unterschiede in der Adivination?

Viele Neotraditionalisten behaupten, dass viele mündliche Ese Ifa, die in Nigeria verwendet werden, auf Kuba längst verloren gegangen sind. Diese Behauptung ist nur zur Hälfte richtig.

Wir meinen damit zur Hälfte, weil die Ese Ifa die Ausdrucksform von Personen ist, die Yoruba sprechen und die Ifa erklärt. Darin liegt der eigentliche Unterschied.

 

Die Konsultationsmethode in Nigeria besteht daraus, dass der Babalawo aus dem Gedächnis die Ese Ifa (Geschichten) aus dem jeweiligen orakeltem Odu zitiert. Sobald der Klient eine Gesichte hört, die seiner Problematik entspricht, hebt er die Hand und der Babalawo determiniert alsdann Ire oder Osobbo. (Ibí)  und die notwendigen Ebbos, die nur im Zeichen verankert sind.

 

Auf Kuba, als die Religion eingeführt wurde, sprachen die Babalawo viele Ese Ifa (auch Pataki genannt) in Yorubasprache (zumindest in der Form, wie es auf die Insel kam). Es ist wahr, dass diese Praktik nacheinander verlorengegangen ist. Der Grund ist, dass die Bevölkerung, die sich regelmässig konsultierte nicht nur aus Yoruba Völkern stammte, sondern auch Spanier, Kreolen und andere Ethnien, die alle kein Yoruba verstanden. Aus diesem Grunde war es sinnlos, weiterhin die Ese Ifa auf Yoruba zu zitieren.

Nicht zu vergessen ist, dass wir klarstellen, dass es nur teilweise so ist.  Die Ese Ifa auf Kuba wurden teilweise von Sprichwörtern aus dem Volke bereichert, damit auch die Pesonen, die kein Yoruba sprachen, den Sinn verstehen und zwar einfach und schnell. Aus diesem Grunde erfüllt das Dice Ifa, die Titel der Patakies, die Sprichwörter die gleiche Funktion, indem spanisch sprechenden Menschen damals die Wurzel ihrer Probleme beschrieben wurde. Es bringt auch nichts einfach ein Sprichwort zu zitieren, ohne die im zeichen hinterlegte Geschichte zu kennen und  zu erklären.  

Eine weitere Funktion ist, dass der Babalawo die kompletten Patakies kennt. Ohne geheime Dinge zu veröffentlichen, damit skrupellose Personen das nicht ausnutzen, geht es bei unserer Adivination auch darum, aus dem entsprechenden Ire oder Osobbo, das der Konsultierende in der Orakelsitzung bekam, zu schöpfen und der Babalawo ersieht die Interpretation und notwendigen Arbeiten dem jeweiligen Zeichen entsprechend. Im Afrokubanischen Ifa sind manche Arbeiten absolut an das jeweilige Odun gebunden und müssen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde ist es eine Pflicht, die Zeichen zu lernen und zu beachten, welche Patakies zu sprechen sind.

In Nigeria benötigt man viele Jahre voller ernsthaftem Lernen und man sollte mindestens 4 Ese Ifa pro Odu (Zeichen) mit all dazu gehörigen Arbeiten wissen. 

Viele der Neotraditionalisten, können nicht einmal ihr eigenes Zeichen korrekt zitieren und bemühen sich auch nicht um ein einziges Ese Ifa. .  Viele nigerianische Babalawos kennen sogar fünf oder sechs Ese Ifa in jedem Zeichen auswendig.

 

Keines der beiden Methoden ist falsch, beide bemühen sich um eine bessere Lebensqualität einer Person, die um Rat und Hilfe bittet.  Den Neotraditionalisten sagen wir dass Ifa sagt:

Aigbofa la nwoke, Ifá kon ko si ni para.

Die Ignoranz über wie man Ifa orakelt, lässt sie nach oben schauen, aber an der Decke gibt es kein Orakel”

Oyekun Lode

 

 

 

Traditionelles Ifa in drei Tagen Ifa Express?

Wenn wir vom Tradionalismus reden, geht man davon aus, dass wir Dinge meinen, die tradionell durchgeführt werden. Darauf beziehen sich viele Neotraditionalisten um die afrokubanische zu attackieren. Diese Herrschaften verstecken sich unter einem zu respektierenden Mantel und ignorieren völlig, den Schaden, den sie im Laufe der Zeit der Tradition, die sie ausüben zufügen. Letztendlich arbeiten sie nicht traditionell.

 

Die afrikanische Tradition verdient unseren Respekt. In ihr befinden sich immer noch viele originale Quellen der Yoruba Religion, darunter die Sprache. Jedoch darf man nicht behaupten, dass alles beibehalten wurde. Das wäre erwiesener Weise falsch. Wir fallen nicht auf dieses Niveau herab und diskreditieren die nigerianische Tradition weil wir wissen, dass diese einige Änderungen durch Eigenverschuldung und Fremdeinflüssen erfahren hat.  Viele allein aus politischen Gründen. Man könnte es anstatt traditioneller Religion auch historische Religion nennen. Daraus ergibt sich der Vergleich zwischen dem was man früher und heute machte.

 

Die rechtfertigt dann auch, dass man die Anpassungen respektiert, die unsere Vorfahren auf Kuba durch eine gezwungene Transkultur im Sklavenleben erfuhren. Bevor man all die Mühe abwertet, sollte man sich zunächst einmal in deren Situation und Umstände versetzen, die mit größter Mühe das Ziel hatten, uns Nachfolgern Rituale intakt zu übergeben.

 

Eines davon ist die Weihung in Ifa. Einige dieser Neotraditionalisten behaupten, dass die Ifa Weihe eine Zeremonie von 3 tägiger Dauer ist und dass man auf Kuba mit seiner 7 tägigen Dauer übertreibt. Es klingt so als hätte ein Sklave damals sehr viel Zeit gehabt und hatte sonst keine Beschäftigungen. Mehrere Tage Dauer waren sogar gefährlich entdeckt zu werden und auch mit mehr Kosten verbunden, wobei viele nicht einmal ausreichend Geld zum essen hatten. Als hätten die Vorfahren zu viel in ihrem inhumanem Leben übrig und würden dann noch einige Tage mehr nutzen?

Es wäre einfach, wenn diese Sklaven aufgrund ihrer großen Not einfach die Tage gekürzt hätten, um u.a. auch nicht die eingeladenen Priester mit Speisen zu verköstigen. Sie hätten es auf 3 Tage kürzen können, so wie die nigerianische Tradition es betreibt. Sie haben es bei 7 Tagen belassen, weil sie es für richtig hielten so wie es auch in den Schriften Ifas steht. Damit die schamlosen Herren, die im Grunde vergleichbar ein afrokubanisches Awofakan haben und sich Babalawos nennen, verweisen wir ausdrücklich auf ein Ese Ifa aus der nigerianischen Tradition in Ofun Meyi hin, was über eine Dauer und die Wichtigkeit der Ifa Weihe von 7 Tagen spricht:

„Ofun Meyi, nannte sich im Himmel Orangun Deyin Ekun. Er war ältester Sohn Orunmilas im Himmel. Ursprünglich war er das erste Odu, das auf die Welt herunterkam. Aus bestimmten Gründen kehrte es aber in den Himmel zurück um zum letzten Odu zu konvertieren.  Ofun Meyi entdeckte, dass Oloddumare 6 Tage benötigte, um die Erde, Meere, Atmosfere, Pflanzen, Tiere und Menschheit zu schaffen.  Der Grund warum Oloddumare zuerst alles schuf, bevor der Mensch entstand, beruht darauf, dass der Mensch ein Haus zum wohnen, Wasser zum Trinken, Essen zum Verspeisen und Luft zum atmen schaffen mußte.  Erst dann konnte er sich weiteren Angelegenheiten im Himmel widmen. Ofun sagt, dass Oloddumare am 7. Tage ausruhte, als er die Divinität geschaffen hatte. Dieser Tag diente zum säubern und Ausruhen

 

 

Odibi reke reku lere

Odibi ridi ridi

Le ale akakpo Oggún. Kobo eledare

Ibi reku reku

Odibi reke reku lere

Odibi ridi ridi. Je akakpo Orunmila

Kobo eledare

Ibi reku reku

Odibi reku reku lere

Odibi ridi ridi

Je je aje ugba erumole

Kiwombo eleeda won

Ibi raku reku

 

Das schwierige Problem war friedlich gelöst, der Name des Awo adivinierte für Oggun, Olokun, Orunmila und alle anderen Divinitäten. Er hatte empfohlen seinen Schutzgöttern während 6 Tagen Ebbo zu machen und am 7. Tage zu ruhen. Orunmila fragte warum das Opfer 6 Tage andauere, anstatt es an einem Tag zu machen. Der Awo erzählte ihm, dass Oloddumare 6 Tage benötigte um die Erde, die Meere, die Atmosphäre, die Pflanzen, die Tiere, die Menschheit zu schaffen. Der Awo sagte ihm auch, dass er all dies erschaffen hat, damit die Menschheit eine Unterkunft habe, in der sie atmen kann, trinkt und ein ruhiges Leben führen kann. All dies war nach dem 7. Tage vervollständigt.

Auf dieser Basis soll eine Zeremonie diese Zeit in Anspruch nehmen, um sein Haus zu säubern und am 7. Tage auszuruhen.

Orunmila fragte erneut, wenn eine solche Zeremonie sechs Tage andauert, würde das nicht zu Diskussionen und Konfusionen führen? Der Awo antwortete ihm, dass es jegliche Diskussionen während einer Weihung untersagt ist.

 

Wie man sieht, spricht dieses Ese Ifa der nigerianischen Tradition sehr klar über die Dauer der Zeremonie zum Babalawo und nicht in 3 oder 5 Tagen. Wie kann es dann sein, dass Oloddumare all die Zeit benötigte und eine Weihung zum Babalawo in einem kürzeren Zeitraum durchgeführt wird, um sein gesamtes spirituelles Leben und seine Funktion als Babalawo darauf einzurichten?  Wenn wir uns nun auf die afrokubanischen Schriften beziehen, sehen wir, dass von einem spirituellen Prozess die Rede ist, dem der Zeitraum zur Schöpfung gleicht.  Somit sind wir der Meinung, dass dieses eher dem Traditionellen entspricht. Wir möchten verpflichtend klingen, sondern lediglich dazu aufrufen, dass viele jener Tradition angehörigen unzureichende Kenntnisse von der afrokubanischen und auch von der nigerianischen Tradition haben, sich einmal hinsetzen und dieses tiefgehender studieren und analysieren sollten, welche historischen Ereignisse zum Wechsel der Tradition führten. Denn gerade diese Personen überschreiten die Gesetze Ifas. Eine traurige Realität. Diese Herren haben nur Awofakan im traditionellen Stil und sind somit nur Omoawó, die Ifa studieren müssen und nicht für jemanden orakeln. Selbst Ifa zu vertreten ist ihnen untersagt, nur Lernen. Wenn jemand ihnen sagte, sie seien Babalawos, so wurde sie getäuscht und betrogen.

 

So spricht auf Ofun Meyi in der nigerianischen Tradition. Die Logik sagt uns, dass viele Wechsel in beiden Traditionen notwendig waren. Diese Wechsel dienten dazu etwas zu schaffen, was gar nicht existierte bzw. keine höheren Kulturen zugelassen und ermöglicht hatte. Wenn es eine bestimte Pflanze nicht gegeben hatte, wurde sie durch eine andere ähnliche ersetzt, wenn es ein bestimmtes Tier nicht gab, wurde ein anderes verwendet. Wer aber widerspricht einer Ifa Weihe von 7 Tagen und fixiert diese auf 3 ?

Es ist eine Wahrheit, dass die Isefá (Owofakan- Hand Orulas) drei Tage andauert. Können wir einer Ifa Weihe den gleichen Wert einer Ikofa/Owofakan Weihe geben? Haben beide Weihen die gleiche Dauer? Haben beide Weihen die gleiche Relevanz, um in gleichem Zeitraum vollbracht zu werden? Oloddumare hat die Dauer der Tage festgelegt und die kubanische Tradition hält sich daran und ändert dies Dauer auch nicht aus Laune. Wenn einige afrikanische Traditionen es so machen, respektieren wir es, aber das afrokubanische Ifa, ist keinen Änderungen oder Interpretationen von Menschen geschaffen hörig.

 

Das afrokubanische Ifa konserviert nicht nur die Prinzipien, die Oloddumare in der Schöpfung asignierte sondern auch diese, die von allen unseren Vorfahren von Sklaven auch nicht geändert wurden.

 

Es ist kein einziges Odu Ifa auf Kuba bekannt, das davon spricht, dass man wegen mangelndem Essen und allen notwendigen Materialien sowie der notwendigen Dauer  der Weihe deutet.

Heutzutage, wo wir kaum Mangel an etwas haben ändern wir erst recht nichts. Wenn wir die Tage kürzen, so wäre es auch eine Scham all den Vorfahren gegenüber, die mit größter Mühe und Schmerz geopfert haben und niemals  zugelassen hätten respektlos Oloddumare gegenüber den Vorgaben nicht entsprochen zu haben.

Ist man vielleicht der Meinung, dass die Dauer in Tagen verhandelbar sei? Die einfache Antwort ist NEIN. Was meinen all diese akademischen und betitelten Herrschaften, dass man mit Oloddumare verhandeln kann? Worauf beruft man sich, dass eine derartig wichtige Weihe in weniger Tagen so gerechtfertigt ist? Die Art und Weise, wie man Ifa in der afrokubanischen Tradition durchführ ist sehr gut strukturiert und gut fundamentiert. Diese müssen wir konservieren, alleine aus Respekt, weil diese durch viel Schmerz und Leid geschaffen wurde. Wir reden von der eigentlichen Struktur Ifas als solche und nicht von irgendwelchen möglichen Erfindungen in einer solchen Weihe bzw. von Reduzierung der Dauer aus Laune.

 

In der afrokubanischen Tradition beginnt die Ifa Weihe mit einer Prozession in Richtung Igbodu. Während dieser singt man:

Sewele sewele agada kajo fowo, sewele sewele agada fowo ju, omofá mbo lese igbodun kajo fowo, omo mbo lese igbodun fowo ju.

Sicherlich gibt es hier einige Fehler aufgrund der Sprachprobleme damals, aber der Gesang sagt: „Langsam, langsam mit der Machete in der Hand öffnen wir unseren Weg damit der zu weihende in Ifa in den Wald Odus gelangt.“

In einigen afrikanischen Pfaden werden andere Gesänge verwendet um in den Wald Odus zu gelangen, aber dieser gleiche wird auch dort innerhalb des Igbodun gesungen.

Einige Änderungen wurden vorgenommen und auf Kuba sind einige Gebete kürzer, haben aber die gleiche Struktur. Viele der kommerziell orientierten Neotradionalisten  behaupten, Ifa in 3 Tagen nach traditionellem Stil zu machen. Durch in einem ese Ifa in Ofun Meyi verstehen wir dass es nicht aus einer Tradition sondern aus einer Laune heraus ist. Deshalb ist das Traditionelle in seinem Stil unverständlich

Schlimmer ist jedoch, dass diese viele dieser Neotradionalisten nicht einmal die Tiefe der Gebete und Gesänge kennen, die zu einer Weihe notwendig sind.

 

Diese Verleumder, die so sehr die kürzeren Gebete im afrokubanischen Ifa anklagen, führen aber ihre Weihungen in Ifa durch und wissen nicht einmal, was die kürzeren Gebete bedeuten.  Die brutale Wahrheit jedoch liegt darin, dass diese wichtige Weihungen ohne Gebete und Gesänge durchführen. In einigen Fällen werden sogar Audioabspielgeräte verwendet.

 

Jetzt kommt die Gewinnfrage. Gibt es eigentlich einen westlichen nigerianischen Traditionalisten , der eine Ifa Weihe leiten kann und zwar mit all seinen Gesängen, Gebeten und Riten? Bis heute sind wir sicher, nein! Wir kennen Fälle, in denen die westlichen Traditionalisten ihre „traditionellen Weihungen“ sehr einfach durchführen, kürzen die Rituale und die meisten Gebete. Es wurden Fälle publik, in denen auf nigerianisch tradionelle Art 75 Iyanifas und 35 Babalawos auf einen Schlag und in drei Tagen geweiht wurden.  Ist das Tradition?

Diese Möchtegerne bemühen sich oftmals das afrokubanische Tradition zu kritisieren und sind der Meinung, dass ihre Ifa Weihe mehr Wert haben, als unsere.  Es ist doch logisch, dass wenn Ifa von einem Land in das andere geht, es Anpassungen und Gebräuche gibt. Die Sprache, die Fauna und Flora und vieles andere mehr zwingen zu Anpassungen.Wie kann man aber kritisieren, wenn die Rituale noch intakt sind?

 

In der Erfindung der Iyanifa (Hohepriesterin in Ifa) alsauch in der 3 tägigen Dauer widerspricht und beweist erneut das Odu Ofun Meyi, dass es eine Lüge ist.  Wir raten nur dieses Odu zu studieren, damit sie bemerken, dass die dritte Anmerkung daraus ganz und gar nicht gefallen wird.

Erfundene Zeremonien in der afrokubanischen Tradition? Falschinformation der falsch Informierten?

Es gibt einige Zeremonien, die ihre Anwendung in Nigeria verloren haben. Leider wird kritisiert, dass man auf Kuba daran festhält oder es wird behauptet, dass diese in Nigeria nicht existieren. Diese stehen aber im Corpus des Traditionellen Ifas Nigerias. Um ihre Unwissenheit zu widerlegen, lesen Sie bitte weiter.

 

Einige Zeremonien, die diese Herren ohne Lehrmeister oder gute Lehrer zu sein, sind nur Herr der kleinen Bücher und die diese als Erfindung anklagen treten jedesmal in das Fettnäppchen.

 

Das Ñangareo, (Kommen die Muslime?)

Wenn wir im afrokubanischen Ifa eine Weihung vornehmen, realisieren wir auch das Ina Ngare O (Ñangareo), das auch dazu dient, das heilige Feuer zu besänftigen (die Sonne) In Nigeria wird diese Zeremonie nicht durchgeführt, aber auf Kuba in jeder Ecke, wo sich die Religion niedergelassen hat. Ob es in Matanzas, Havanna, Palmira, Santiago etc. ist, dort gibt es Ñangareo.  Dies ist auch in Dahomey eine Tradition, da es dort einen erheblichen muslemischen Einfluss gegeben hat. Wir können nicht absolut bestätigen, ob dieser Gebrauch bis nach Nigeria gelangte, aber es werden die gleichen Materialien wie Olorun (de Sonne) verwendet, wenn man Ebbo macht als die Menschheit zum Feinde wurde und zerstört werden sollte. Die Sonne bat um Konsultation und in diesem Ese Ifa Osa Onibu steht geschrieben:

Die Sonne macht Ebbo um respektiert zu werden

 

Einführung

Ifa sagt, wenn jemand Osa Onibu orakelt bekommt, muss er Ebbo machen

Ese Ifá

Osa wan owón na wan

A difa fun Örún

Segisegi igba ti nbe larin ota

Ébó nwon ni o se

O si gbebo nbe o rubo

Ona eepe onà ee jin

A nbani laruse ogún ëbö

Ona eepe ona eejin.

Übersetzung

Osa scheint

Owón scheint auch

Sie adivinierten die grelle Sonne

Als man von Feinden umgeben war

Hatte man ihnen geraten Ebbo zu machen

Sie gehorchten und machten Ebbo

Bald finden sie uns

Wir besiegen die Feinde

Dank des Ebbos

bald

Erklärung

Hier ist die Ree von orun Segisegi (die Sonne), die von vielen Feinden im Ort Iwase umgehen ist. Sie nutzten die Sonne aus. Die Babalawos sagten die Materialen für das Ebbo auf. Ifa sagt, diese Person müsse Ebbo machen, um seine Feinde zu besiegen.

Ebbó: Akuko adie (Hahn)

Aso pupa (rotes Tuch)

Kalabassenschale mit Deckel

Ofa kan (1 Pfeil)

Opolopo Owo (viel Geld)

Echu übergab Orun die Kalabasse und das rote Tuch. Als die Sonner sehr starkt war, wollte niemand herausgehen, dank dem Ebbo. Somit liess sich die Sonne respektieren und wenn sie am heissesten ist, kommt niemand heraus. So besiegte die Sonne ihre Feinde.

Diejenigen, die das Ina Nga Re O (Ñangareo) kennen wissen, dass in diesem Ritual eine Kalabassenschale verwendet wird. Darin schüttet man Sara Eko (eko flüssig), eine weitere Kalabassenschale und einem roten Tuch zum abdecken. Es ist ein nigerianisches Ese Ifa und s sind die gleichen Materialien, die im Ebbo der Sonne zum Sieg verwendet wurden wie die zur Verehrung der Sonne dienen Mit dem Getränk Sara Eko verbinden wir das Erfrischende.

 

Die Nachforschungen haben ergeben, dass dieses Ritual von Haussa stammt. Es wird dadurch auch nicht sein Wert gemindert, wenn die Vorfahren aus dieser Ethnie uns das überlieferten. Es sind die gleichen Materialien, die zur Rettung der Menschheit verwendet wurden und somit für uns Afrokubaner sehr wichtig ist.

So werden einige Rituale im afrokubanischen Ifa kritisiert ohne jemals eine tiefgehende Studie und Analyse durchgeführt zu haben, die deren Existenz rechtfertigt und bestätigt. Dies gilt auch natürlich für deren aktueller ausgeübter Tradition, von der sie selbst behaupten, diese zu praktizieren und zu kennen.


El Mamurrayé

Eine weitere Zeremonie, die in Nigeria verlorengegangen ist, nennt sich Mamuraje, die daraus besteht, dass der Euter der Ziege gekocht wird und Orunmila geopfert wird. Dies, um den Tod zu überlisten, damit sich Iku nicht von den Brüsten einer Frau oder anderen menschlichen Teilen vergreift.  Dies steht im afrokubanischen Odu Oshe Okana geschrieben und gleichzeitig zufällig auch im nigerianischen Ifa.

In beiden Fällen steht die gleiche Handlung bis auf Abweichungen sprachlich basierten Gründen des Yoruba auf Kuba. Jetzt schneiden wir das Thema des nigerianischen Ese Ifa an worin erzählt wird, wie man aus dem Ifa geopferten Euter einer Ziege Akose (Medizin) fertigt, um dem Tod und Krankheit Herr zu werden

Ofo

Para ilé a boju ranhun

A difá fòsè

Nwon ni o daná ale

O loun ò ni daná ale

Odèdè abaya kòtò

A difa fun Òlòkànràn

Nwon ni o fese kase akase owuro danu

O loun ò ni wese akasè

Kese kese owuro danu

Orita meta abidi yakatá

A difá fun senideure

Ti somo bibinu agbonmiregun

Ébó nwon ni o se

O si gbebó nbe o rubó

Nse ko ma pese nideure

Ifá o ba gbanmu eran je

Ko ma pese nideure

Iku gbamu eran je

Ko ma pese nideure

Arun gbamu eran je

Ko ma sese nideure

Gbogbo ajogun e gbamu eran je

Ke ma sese nideure.

 

Übersetzung

Die teile eines Grills

Mit ihren traurigen Gesichtern

Realisierten Adivination für Oshe

Dem man sagte, das Abendessen vorzubereiten

Sie sagte, sie bereite es nicht vor

Der Raum ist groß

Realisierten Adivination für Ókànràn

Dem man sagte, er solle sich die Füsse waschen

Er sagte er wasche sich nicht die Füsse

Es sei größer als sein Hinterteil

Realisierten Adivination für Senideure

Tochter des Agbonniregun

Der sagte man sie solle opfern

Sie gehorchte und machte das Opfer

Sie sagt, sie möchte nicht für Ipese servieren

Ifa akzeptierte den Euter des Tieres zum essen

Und dass es nicht die Person sein soll, die opfere

Iku akzeptierte den Euter des Tieres zum speisen

Und nicht die person, die das Opfer brachte

Arun akzeptierte den Euter des Tieres zum Speisen

Und nicht die Person, die das Opfer brachte

Alle Ajogun akzeptierten die Euter des Tieres zum Speisen

Und nicht die Person, die das Opfer brachte

Für Iku Arun und die Ajogun…. Das ist langes Leben (Saiku)

 

Wer diese Studie nicht tiefgehend liest wird auch niemals die Ähnlichkeiten der Rituale im afrokubanischen und nigerianischen sehen.

 

Wenn wir noch einen Schritt weitergehen wird im Afrokubanischen folgendes gesungen:

Mamu raje Ikú mapo sendaure mamura je

 

Auch hier ist das Yoruba sprachlich ein wenig zerstört. Dies ist aber unausweichlich, da auf Kuba spanisch gesprochen wird und es eigentlich normal ist, dass es Fehler zwischen dem in Nigeria und auf Kuba gesprochenen und geschriebenen gibt. Als unsere Vorfahren Nigeria verliessen wurde der Dialekt Yoruba nicht geschrieben, auch in keiner Form. Die nigerianische Schriftform wurde ab 1826 festgehalten.

Also wenn wir analysieren, handelt es sich um den gleichen Gesang.

In Nigeria sagt man.

Ko ma pese nideure

In etwa mehr oder weniger auch auf Kuba durch einige phonetische Änderungen. Wenn man die Aussprache aber hört, bemerkt man die starke Ähnlichkeit. Auf Kuba spricht man es in etwa so aus

Ko mapo sendaure

Dieses Ritual hat in Nigeria noch nicht seine Gültigkeit verloren, es steht in deren Schriften. Wir sind unseren Vorfahren nur zu Dank verpflichtet, dass sie sich bemühten dies in jedem Ifa Ritual zu integrieren, damit der Tod fern bleibt und die Krankheit nicht die Personen und zu weihenden Personen befällt, die in den Ritualen einer Weihung anwesend sind.

Es ist uns im Grunde gleichgültig, ob es in Nigeria relevant ist oder nicht, umso wichtiger ist unser Bewusstsein über dessen Existenz und in Nigeria machen es nur in Form von Medizin, wenn jemand das Odu Oshe Okana bekommt. Somit sieht jeder, dass es keine kubanische Erfindung ist , sondern sich um etwas handelt, was unsere Vorfahren uns übertragen haben, die nicht vom Mond stammten, sondern aus Nigeria kamen.



Leonel Gámez Osheniwó, Eduardo Conde Ifabilawó und Águila de Ifá


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