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Òrúnmìlà
Der schöpfungszeuge
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(Stand 07/2011)
Kubanische Tradition vs nigerianische Tradition
In der afrikanischen Tradition werden in letzter Zeit sehr viel mehr
Titel vergeben, mit denen sich vor allem auch gerne Ausländer (Nicht Nigerianer) schmücken,
die dadurch keinesfalls ein besserer oder schlechterer Babalawo werden. Es ist
auch kein Beweis für solche Personen,daß diese Mehr- bzw. Allwissend sind.
Solche Titel
klingen meist sehr imposant, jedoch sollte man beachten, dass gerade diese
Personen womöglich eine gewisse Hierarchie der Macht undauch Geschäfte suchen um
sich hervorheben zu wollen.
Titelvergabe ist für jeden lohnenswert und gibt aber
niemandem ein Stück mehr der Weisheiten unserer Religion und Lösungen näher.
JEDER ordentlich geweihte Babalawo kehrt nach seiner Weihe auf
die Erde als ein von Olofin gegebenes Odun zurück. Er ist ab
dann für immer einzig und alleine dieses Zeichen, was nur durch
Ehrfurcht, Lernen und Bescheidenheit von jedem Babalawo gelebt
und respektiert werden sollte. Zu diesem besagten Odun bekommt man auch einen Namen
(Es gibt Linajes, die diesen erst in der späteren Zeremonie des Messers des Babalawos bestimmen.
Es ist ein Name und kein Titel). Babalawos untereinander wissen
sich durch dieses Zeichen kennenzulernen. Jeder weiß wer und was
der andere ist. So haben wir auch Babalawos, die ihre imposanten
Titel und terrenale Fakultäten erklären, als sich mit
ihrem von Gott gegebenen Odun (Orakelzeichen)zu offenbahren.
So erhalten Babalawos während ihrer Weihe und in Folge später,
wenn diese z.B. weitere Orishas per Ifa erhalten, um für alle
Situationen für sich und für die Hilfesuchenden gekräftigt
werden, weitere Odun, die ihm ganz persönlich auch helfen sein
restliches Leben auf Erden entsprechend zu Leben und zu
gestalten. Aus all diesen Zeichen im Komplex erfährt ein jeder
Babalawo auch seine Warnungen und Ratschläge , die von "oben"
direkt gegeben werden.
Kurzfassend, es sollte sich ein jeder sein eigenes Bild schaffen, wem er
sich religiös anvertraut und wir raten sehr detailliert auf Präsentationen
eines jeden,der sich möglicherweise auf einer Internetseite profiliert. VIeles
spricht für sich selbst.
Unsere Religion und Praktiken, die wir auf Kuba erlernten und pflegen sind
mittlerweile weltweit
verbreitet. Wir danken all den afrikanischen Sklawen, unsere eigentlichen
religiösen Vorfahren in der kubanischen Tradition, die uns die Religion näherbrachten und lehrten.
Aus diesem Grunde ehren wir diesen u.a. in unserer Iyuba und bleiben dessen
Erbe treu und sie begleiten uns in jeder Zeremonie und Ritual.
Zunächst sollten wir verstehen, dass es keine PUREN RELIGIONEN und auch keine
PUREN TRADITIONEN gibt. Alle haben mit anderen Religionen und Kulturen
Gemeinsamkeiten. Ihre Arbeiten in unseren Gesellschaften, unsere Denkweisen,
unser Glauben, unsere Gewohnheiten, unsere Umwelt in der wir uns entwickeln,
alles ist ein Komplex, aus dem die Eigenart unserer Völker entstanden sind.
IFA IST IN DER KUBANISCHEN UND IN DER NIGERIANISCHEN TRADITION!
Ohne jeglichen Zweifel!
Niemand auf Erden herrscht über die absolute Wahrheit..... Alle Babalawos
werden stetig von Orunmila, Olofin überwacht, Eshu der Bote d.
Himmels stellt uns in alle möglichen Situationen und Umstände.
Am Ende unseres irdischen Daseins knien wir im Himmel und
erhalten unser Urteil.
Das hat nichts mit Ausbildung zu tun,
nichts mit irgendwelchen Machtspielereien oder sonstigen
Neurosen indirekt zu behaupten, man sei mehr erfahren, mächtiger
und wissender als andere. Wer ist wissend? Ein menschliches
Dasein auf Erden reicht niemals aus, um Ifa komplett zu
erlernen. Währenddessen ergänzt man sich, der eine lernt, der
andere zeigt, man tut die Dinge gemeinsam um optimalen Erfolg in
der Hilfesuche der Menschheit zu gewähren.
Kürzlich erzählte man mir dass uns ein Awo von der kubanischen
Tradition auf die Nigerianische gewechselt uns kritisiert und
auffordert gewisse Beschreibungen von authentischen Zeremonien
zu löschen. Wir gehorchen ausschließlich Orunmila, der uns bei
jeder Selbstkonsultation alle möglichen Ratschläge gibt und uns
auch erheblich straft, wenn wir von unserem Weg der
Bescheidenheit abweichen sollten. Soweit dazu: "Wir
zeigen keine Geheimnisse, denn wir ordentlichen Priester, wie
ALLE in der afrokubanischen Tradition geboren sind, haben einen
EID abgelegt.....
Eher sind wir der Auffassung, dass
wir schon bald nicht oft genug wiederholend über KORREKTE
und ANGEBRACHTE Zeremonien berichten müssen, damit sich jeder ein Bild
machen kann und nicht u.U. auf irgendwelche erfundene
neutraditionalistischen Zeremonien und mögliche kommerzielle Vergabe von
Weihungen, Titeln, usw. unter Umständen reinfallen. Unsere
Religion ist nicht nur Osha zu krönen, Ifa zu machen, neuerdings
auch die Mode der Iyanifa Weihungen und vielen anderen
kostenintensiver Lösungen. Jeder ordentliche Priester kennt die
Geheimnisse, wie man durch Ebo diverser Art sein Leben regelt
und Lösungen findet. Nur in extremen Situationen und NUR
WENN DAS IFA ORAKEL ES ANWEIST UND DURCH SEIN EIGENES ORI
BESTÄTIGT, kann es zu umfangreicheren Zeremonien führen!
Alle Babalawos, die meinen Ifa zu kennen
(angeblich gut gelehrt sind) und sehen ein Toyale (ein
Hauptzeichen) worin steht, dass man Kariosha oder sogar Ifa
machen muss (es gibt auch solche, die einfach im
Standardprogramm Klienten direkt nach Kuba oder Nigeria
schleppen möchten).... Viele davon geben den Ratschlag zur
Notwendigkeit weiter, ohne damit richtig zu liegen. Warum? Das
liegt in der Erfahrung und in den Geheimnissen Ifas, die in
keinem Buch stehen. Also bitte immer vorsichtig sein, wenn es
heißt schnell umfangreichere Weihungen zu erhalten wenn SIe den
bestimmten Geldbetrag zusammen haben, kommen Sie wieder und wir
dann geht es erst los........ In den
meisten Fällen ist so etwas mit finanziellem Vorteil verbunden
oder rein aus Unkenntnis.
Jeder Babalawo ist verpflichtet die Dinge komplett und korrekt zu machen,
mit Kenntnis und im Beisein von Zeugen (also AUCH weiteren
Babalawos) NICHTS in Ifa ist ohne Zeugen, weder eine einfache
Konsultation des Orakels, noch in Zeremonien und Ritualen wo es
irdische und auch himmlische Zeugen gibt. Eine
Orakelkonsultation besteht auch aus einem Hauptzeichen und 2
weiteren Zeugenzeichen.......
Auf Kuba im egenssatz kam eine Vielzahl von verschiedenen Völkerstämmen mit
jeweils unterschiedlichen Entitäten, verschiedene religiöse Auffassungen mit all
ihren Traditionen und Gebräuchen. Sie schufen eine neue Kultur, reicher und
größer als ihre eigene im Ursprung auch unter der Unterdrückung der Sklaverei
leidend. Sie erreichten jedoch Frieden und adoptierten auch eine neue Religion
durch den Evangelismus.
Wenn wir unseren Blick auf die Kultur dieser Religion richten und auch die
Studie der Rituale mit einbeziehen, dann sehen wir, dass deren Glauben und
religiöse Kunst u.a. auch auf Erbarmung basiert. Wir würden sehr schnell
verstehen, dass diese Entwicklung völlig normal ist. Aus diesem Grunde hat Ifa
sich als Religion so auf Kuba niedergelassen und im Vergleich zu Afrika wo es
die Probleme der Kolonisation und Einflüsse der Muslime anhielten, die am Ende
auch dort zu Abweichungen eines neuem Glaubens und Verhaltensweisen führten.
In beiden Kulturen finden wir diese Unterschiede und die Sorge im jeweiligen
Korpus Ifa und werden somit zur Realität. Aus diesem Grunde wurde Dinge
hinzugefügt, die der eigentlichen Problematik entsprachen.
Die unterschiedlichen Denkweisen waren offensichtlich, da Nigeria durch Muslime
und die Kolonialmacht heftige Kriege und eine erhebliche politische
Instabilität produzierte, die auch noch heute besteht. Ifa konnte sich nicht erlauben seine Haltung zu
verlieren, nur weil man eine andere neue religiöse Auffassung hatte. Ifa
wollte sich auch nicht dem "weißen Mann" fügen. Deshalb waren alle Konditionen
inakzeptabel und zuletzt verlor man den Segen und die von Orunmila gegebenen
Irés. All dies ist ein Mechanismus der entstanden ist, um sich nicht zu
verlieren, so wie es bis vor einigen Jahren in Nigeria geschehen ist. Dank der
Unesco wurde ein wichtiger Schritt im Jahre 2005 getan, indem das Ifa Orakel als
Meisterwerk der Menschheit erklärt wude.
Auf Kuba lebte man damals relativ friedlich und in Harmonie. Die Sklaven hatten
sich lediglich mit Disziplin zu fügen und konnten somit nur in Gemeinschaft zur
Rettung alle verschiedenen Kulturen und Glaubensrichtungen, die sie mitbrachten,
unter einem Dach vereinen. Sie akzeptierten auch die Vergötterung anderer
Entitäten und integrierten Rituale und Traditionen all ihrer Kulturen. Die
Liturgie wurde von allen aufgenommen.
Berücksichtigen wir noch einen anderen Faktor, die Praxis Ifas in Nigeria ist
nicht nur von Ort zu Ort unterschiedlich, sondern auch von Volk zu Volk. Diese
Unterschiede betreffen somit auch die Urpsrungspfade (linaje). Jeder einzelne hat seine
bestimmten Glaubensinhalte und Methodik in den Weihungen und anderen Ritualen.
Aus diesem Grunde kann man nicht generell behaupten "So etwas wird nicht in
Afrika gemacht" , so wie oft die kubanische Tradition beschuldigt wird. Dann
sollte man auch sagen "So etwas wird in Lagos nicht gemacht..... in Oyo auch
nicht...." etc. So argumentieren nur irgendwelche Erfinder der neuen Religion.
Der Respekt und die Toleranz gegenüber anderen Richtungen, Ritualen und
Liturgien, sollten eine feste Basis zur Annäherung aller Beteiligten sein und
sich austuaschen, gegenseitig lehren und lernen. Nur so bereichern wir unsere
eigene Kultur. Ifa ist in der afrokubanischen und auch in der nigerianischen
Tradition. Ifa ist überall dort, wo man Bescheidenheit ausübt, lernwillig ist
und wo sich einige ordentlich geweihte Priester in den notwendigen Arbeiten
zusammentun um den Menschen zu helfen.
Es wäre eher angebracht, zu sagen "So machen wir das in meinem Hause oder so
machen wir es in der Gegend, in der ich religiös geboren wurde"
Nie sollten wir vergessen, dass wir aus einer Tradition stammen, die allerdings
aus vielen Gegenden Nigerias und Afrikas stammen. Diese Tradition wurde von
unseren Vorfahren formiert und lehrten uns das jeweils Beste aus ihrer
Tradition. Unser Stolz ist es, dass es bis heute immer funktioniert.
Während diese Religion in Afrika ruhte (u.a. wegen des Islam, Kolonialmacht, etc.)
blühte diese in Ländern wie Brasilien, Kuba und andere wohin der Sklawenhandel
sie getrieben hatte.
Nachdem nun in Nigeria die Relgion wieder erwacht, möchten wir ganz
besondere Merkmale setzen, um einen neutralen und objektiven Vergleich zu
schaffen, damit es zu keiner Fehlinformation und falschen Interpretation kommt.
Es gibt auch Personen, die auf Kuba geweiht wurden und diese Religion nicht nur
aus Berufung der Menschheit behilflich zu sein, sondern auch u.a. leider
auch zu kommerziellen Zwecken betreiben.
Das auf Kuba Erfahrene, wo es in der
kubanischen Tradition keine
zusätzlichen Titel wie Chief und auch dessen direkter und indirekter Handel, Zertifikate über irgendwelche Weihungen (usw.)
gibt, gerät in letzter Zeit immer wieder zum Kläger als auch zum Angeklagten
zwischen beiden Seiten. Zertifikate und Gruppenfotos sagen nichts über die
Kompetenz und erlernte Weisheit aus.
Man wird nur einmal geboren.....
und es gibt nur ein Ifa!
Wichtig ist zu wissen, dass in Nigeria erhebliche Abweichungen in rituellen
Abläufen bestehen, die von Ort und Provinz unterschiedlich
sind. Somit ist es schwer, eine klare Linie zu ziehen, in Afrika, als auch auf Kuba,
Brasilien, usw. Ebenso wäre es nicht korrekt und ethisch zu behaupten, jeder
hätte seine authentische und einzig wahre Religion in ihrer eigenen
Anwendungsform. Alle haben ihre Daseinsberechtigung.
Einige Babalawos und Olorishas sind seit geraumer Zeit dabei, auf eigene Kosten
zu reisen, Interviews zu erstellen, Vergleiche zu ziehen, Behauptungen zu
korrigieren, kurzum alles Notwendige klarzustellen. Der gesamte Kult wurde
verbal überliefert, als die Sklaven aus Afrika in diverse Länder deportiert
wurden. Dank der unerbärmlichen Dogmatik der katholischen Kirche, wandelte sich
teilweise unsere Yoruba Religion in den Synchretismus, wo Orishas katholische
Heiligennamen erhielten und wurden somit geduldet.
Letztendlich möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass
allen Yoruba Gläubigen/Interessenten es vollkommen freigestellt
ist, welcher Tradition sie folgen. Ein wichtiger Schritt wäre
persönliche Gespräche zu allen Repräsentanten der diversen
Tradition zu führen, um sich letztendlich sein eigenes Bild zur
Entscheidungstreffung zu schaffen. Solche Gespräche sind nicht
nur inhaltlich informativ, sondern dienen auch gleichzeitig
dazu, wie der jeweilige Priester lebt, was und ob er arbeitet,
wie ist sein Heim, Frau, Kinder etc.
Um möglichen Missverständnissen und falschen Behauptungen entgegenzutreten,
empfehlen wir das Dokument wnload/revindicacion.pdf" class="style31">REVINDICACION
Ifa summiert und restiert nicht. An der deutschen Fassung wird noch gearbeitet. Nacheinander
setzen wir Elemente aus dieser hervorragenden objetiven Dokumentation den
übersetzten Inhalt hier rein.
REVINDIKATION
Die Täuschung und Wahrheit über
die Iyanifá
"Die Frauen können Iyanifá werden,
weil sie Odu in sich haben, weil sie Frauen sind und gebähren".
Eine große Lüge. Wir fragen deshalb: Wenn die
Frauen Odu in sich hätten und gebähren können und deshalb Iyanifás werden
können, so haben auch alle Männer Orunmila in sich und nur weil sie ein
Geschlechtsteil mit Hoden haben? Wir bemühen uns zu erklären, dass in Nigeria
die Iyanifás entstanden sind, als man Igba Iwa Odu einer jüdischen Frau (Dr.
D´Haifa) gemacht hat.
Kein einziges Odu Ifá spricht über eine Frau, die als Iyanifá
geweiht ist (nicht ein einziges Zeichen!) Dies ist entstanden, als man den
finanziellen Vorteil dieses Geschäfts erkannte. Wenn eine Frau sich nicht
vor Odu präsentieren darf, so kann man auch nicht behaupten, Odu zu vertreten.
Also einfach zu sagen, dass man Odu in sich trägt, weil man eine Gebährmutter
hat ist absolut FALSCH!
Andere behaupten, dass Odu im heiligen Raum anwesend sei.... Odu
hat festgelegt alleine zu sein und dass keine Frau dort sein darf, wo sie ist.
Gehen wir aber mal davon aus, dass eine Frau ohne gesehen zu
werden dort ist. Wie kann in diesem Fall eine Frau eine Zeremonie vor Odu
vollziehen? Jede Lüge stolpert über eine weitere nur um den Betrug zu
rechtfertige n? Letztendlich geht es doch nur ums Geld, das eine
Frau für diese Weihung bezahlt. Warum sollte man auf eine weitere
Einkunftsquelle verzichten? Es ist die wahre Odu, die VERBIETET, dass eine
Frau in ihrer Nähe ist und sich vor sie stellt. Dies steht in den nigerianischen
Zeichen, alsauch in den afrokubanischen. Es gibt zudem auch keine
geschichtlichen Bemerkungen, weder im Ifa, in den Kulturen, noch in der
Anthropolgie über Iyanifas.
Bis heute ist keine Ifa Geschichte bekannt, in der erzählt wird,
dass Odu vom Himmel auf die Erde als Frau kam um Ifa zu machen.
Ohne Odu im Igbodun ist eine ordentliche Weihung nicht
durchführbar und somit kann man Odu auch nicht vertreten. Bitte keine weiteren
Erfindungen mehr!
Man braucht nur in den verschiedenen Odu Ifas und Ese Ifa
nachzulesen, in denen Odu vorkommt.
Wir kennen Namen von den ersten Babalawos aber für die
nigerianische Tradition ist es unmöglich ein einziges Ifa odu und eine
Geschichte zu nennen, die die Weihung einer Iyanifa bestätigt.
Man sehe alleine die vielen Anträge nigerianischer Frauen vor
der UNO, die um ihre Rechte bitten. Ihre Rolle innerhalb der Gesellschaft ist
gut defniert und dass wird auch nicht bestritten, aber in religiöser Hinsicht
befanden sie sich immer in der Osha oder als Akpetebi. Nie war die Rede von
Iyanifás.
Es reicht nicht aus, mit dem Daumen alleine die Sonne zu
verdecken. Es reicht die Studie der Ifa Schriften um festzustellen, dass nicht
eine einzige Frau vom Himmel auf die Erde kam, um ifa zu praktizieren. Nicht
eine einzige! Auch steht nirgendwo geschrieben, dass eine Frau im Ifa geweiht
wurde. Einige versuchten sich auf Baba Eyiogbe und wir glauben auf Otura Ogunda
zu basieren, aber man weiß mittlerweile, dass dies auch eine Erfindung ist, weil
solche Weihungen definitiv nicht zu der Liturgie Ifas gehören und auch
inkompatibel sind. Mit anderen Worten "Die Iyanifa ist gegen die heilige
Liturgie" Wenn wir uns auch zu wiederholen scheinen, müssen wir etwas
umfangreicher sein.
Erstens, wenn es ein Gleichheitsgesetz zwischen Mann und Frau
gibt, bedeutet das nicht, dass es auch in religiöser Art nach der englischen
Kolonisierung durchführbar ist. Diese hatte die rassistische Diskriminierung und
Kult als mitteleuropäische Entwicklung eingebracht. Hinzu kommt die uralte
Penetration in allen Gebieten des Islam hinzu, dessen Einstellung gegenüber der
Frau ja allgemein bekannt ist. So braucht man nicht viel weiter zu forschen um
festzustellen, dass die Frau in der ältesten Etappe keinerlei Rolle in einer
Priesterschaft selbst der ältesten Ifa Zeit hatte.
Von welcher Gleichheit ist nun die Rede, auch nicht unter
religiösem Aspekt. Ob es gefällt oder nicht, es ist eine historische soziale und
kulturelle Wahrheit.
Nachdem jetzt die Unesco Ifa um Welterbe der Menschheit
deklarierte tauchen plötzlich irgendwelche Gestalten auf und fügen diesem Erbe
Suurus, Iwa Peles und Iyanifas hinzu, nur um sich hervorzuheben und teilweise
sich auf die Verteidiger der Frauenrechte zu berufen. Die Unesco jedoch
investiert erhebliche Summen, um die Tradition in Nigeria aufrecht zu erhalten
und gewisse Dinge müssen dann halt "geschminkt" werden. Wen interessiert es
eigentlich? Es ist in deren Interesse, dass die Unesco weiter investiert wobei
auch fraglich ist, ob diese Gelder auch ihren eigentlichen Empfänger erreichen.
So arbeitet man eher irgendwelche moderneren Dinge hinzuzufügen wobei die Unesco
sich bemüht, die wahre Überlieferung zu schützen. So bemühen sich die betitelten
Personen mit $ Interesse, all dies entsprechend anzupassen und gehen klar an der
kulturellen Geschichte vorbei. Noble und respektvolle Forderungen über die
Gleichheit der Frau in Nigeria verfehlen ihr Ziel, wie wir alle über den Stand
der Frau wissen und das Gegenteil beweisen.
Die zentrale Aufgabe der Mehrzahl der Frauen in jenen Gebieten
war und ist der Kommerz.
Einige behaupten, die Frauen dürfen mit den Ikines orakeln,
andere sagen nein. Einige behaupten, dass deren Teilnahme an Zeremonnien
beschränkt sei. Eindeutig ist, darf eine Frau während einer Weihung zum Babalawo
nicht anwesend sein. So wurde auch nie bewiesen, dass eine Frau Babalawos (ob
Mann oder Frau) weihen darf. Sogar darf sie keine Awofakan bzw. Ikofa vergeben.
Also reden wir auch hier von Gleichheit?
FRAGEN:
1. Durchgehen Frauen die gleichen Zeremonien aller Entitäten wie
die Männer? NEIN
2. Darf eine Iyanifa einen Babalawo oder eine Iyanifa weihen?
NEIN
Nochmals hinterfragen wir die Gleichheit, die das zulässt.
Von welcher Gleichheit reden wir? Diese Personen rufen in alle 4
Himmelsrichtungen dass es traditionell und uralt sei. Auch das ist unwahr.
In der Antike unserer Religion hat es das auch nicht gegeben. Der Babalawo war
unter liturgischem Aspekt vor den Entitäten und nicht der Gesellschaft.
Nur Männer sind befugt die erlaubten Zeremonien zu durchgehen,
darunter fällt auch die Annäherung zu Olofin (oder auch Odu genannt wenn man es
möchte) und allen anderen Aktionen, die Ifa ermöglicht. All diese Zeremonien
lassen es nicht zu, dass eine Frau anwesend ist.
Schauen wir uns jetzt noch das Odu Ifa Ofun Meyi aus der
nigerianischen Tradition an, wo bezgl. Odu steht:
Ewe dundun hat starke Blätter
Der Dornfisch hat starke Füsse zum gehen
Betrachte das Ohr einer leprösen Frau
Und betrachte das Blatt des ewe dundun
sie sind gleich.
Für Orunmila wurde adiviniert
Am Tage nahm er oro Modi Modi zur Frau. Oro Modi Modi ist auch
als Odu bekannt. Dieser Name ist für jeden Ifa Priester heilig. Sie wurde als
Mutter aller Frauen aller Ifa Priester. Odu Oro Modi Modi wurde zum Orisha
nachdem sie Orunmila heiratete. Während des Tages ifa ose, einige Anhänger
Orunmilas waren mit ihm im Tempel und auf dem Weg zur Kola Zeremonie. Es wurde
gedeutet, dass Orunmila Besuch von einer Frau bekäme, die sehr große spirituelle
Fähigkeiten hatte. Man hatte ihm angeraten, diese Frau als Gast zu empfangen und
mit allem besten verfügbarem zu bedienen. Auch solle man auf ihre Ratschläge
hören. Als die wöchentliche Zeremonie vorüber war, betrat der Besuch Ifa´s
Heim. Orunmila hatte sie sehr herzlich empfangen. Die Frau war beeindruckt von
der Art und Weise, wie Orunmila sie bediente und versprach ihm in allen
wichtigen Angelegenheiten behilflich zu sein. Sie schlug vor, ihn zu heiraten,
jedoch unter einigen Bedingungen. Sie wolle seine Frau sein, forderte jedoch
ihren eigenen Raum und dass niemand ihr Gesicht bei Licht sehen darf. Niemand
dürfte mit ihr speisen und sie sie wolle auch niemals die anderen Frauen
Orunmilas sehen und auch nicht gesehen werden.
Orunmila rief all seine Frauen und warnte diese, dass die Türen,
hinter denen Oro Modi Modi wohne, niemals geöffnet werden dürfen. Wenn seine
Frauen die Speisen vorbereiten, dürfen sie diese lediglich vor ihre Türe
stellen. Oro Modi konnte somit ihre Speisen selbst hereinholen. Eines
Tages, eine der Frauen Orunmilas öffnete die Tür um zu sehen, was sich dahinter
verbarg und fragte sich, warum es ihr verwehrt sei, in die Augen der Person zu
schauen, die sie täglich beköstigt. Als es Nacht wurde und Orunmila nicht zu
Hause war, nahm sie eine fitila (Lampe) um in die Augen von Oro Modi Modi zu
schauen. Diese war sehr erbost darüber, als sie das Licht sah und streute Pulver
über die Frau Orunmilas, die sofort starb.
Orunmila war aufgeregt, als er in einigen Zeichen bemerkte, dass
irgendetwas zu Hause nicht stimmte. Als er den Kadaver seiner Frau sah und
feststellte, dass Oro Modi Modi nicht mehr da war, zitierte er eine Poesie von
IBGE, um sie zu rufen. So stellte sich heraus, dass Odu die neugierige Ehefrau
Orunmilas entlarvte.
Ewe dundun hat starke Blätter
der Chor singt hin in (ja)
Der Dornfisch hat starke Füsse zum gehen
Betrachte das Ohr einer leprösen Frau
der Chor singt hin in
Beide sind gleich
sie sind gleich.
Für Orunmila wurde adiviniert
der Chor sing hin in
Oro modi modi
ich habe mit Dir nicht vereinbart zu töten
der Chor singt: Eeee Oro modi modi
Ich habe mit Dir
nicht vereinbar meine Frau zu töten
Oro modi modi antwortete, sie bestand
darauf
Chor singt: Eeee Oro modi modi
Es wurde für Orunmila adiviniert
Am Tage unserer Heirat und Oro modi modi
als Deine Frau
Chor sing: Hin in si
habe ich vereinbart, dass niemand Licht
an mein Gesicht lassen darf
Chor singt: Orunmila Oooo
Eeee Orunmila
Ich habe nicht erlaubt, dass man Licht in meinem
Haus zulassen darf. Ab jetzt wurde Orunmila klar, dass eine seiner Frauen
das Tabu gebrochen hatte und dies auch der Grund f. Ihren Tod war. Odu, Oro Modi
Modi kam zurück um mit Orunmila zu leben. Sie zog es vor ein Spirit zu sein um
Orunmila zu helfen und ihn zu führen und ihm das Licht in seinem Leben in der
Dunkelheit zu sein. Sie versprach ihn zu segnen und warnte ihn sobald er Ifa
Priester sei und Odu empfangen hat, dass keine einzige Frau in ihrer Nähe sein
darf. So darf auch keine Speise von einer Frau zubereitet werden. So sollen alle
Priester, die Odu empfangen, in ihren Aufgaben hervorragend und kraftvoll sein.
Bis zum heutigen Tage ist dies der Grund, warum
keine Frau Odu sehen darf. Es wird auch jedem Babalawo erklärt in welchem Teil
der Zeremonie er Odu sehen darf.
Wenn man diese Geschichte der nigerianischen
Tradition liest, ist es wohl klar, dass Odu (eine andere Frau) sehr starke und
mächtige spirituelle Fähigkeiten hat, die Orunmila entsprechend geholfen hatten.
Dies nicht, weil sie eine Gebährmutter hat, wie die anderen Frauen Orunmilas,
die ihr nicht einmal Speisen mehr reichen durften. Es ist wohl eindeutig, warum
keine Frau Odu sehen darf. Hieraus stellt sich die Frage, warum eine Frau, die
über eine Gebährmutter verfügt Odu sehen darf? Das hat es damit auf sich? Warum
sollte sie eine Zeremonie in Ifa durchführen, zu der Odu nicht anwesend ist.
Dies gilt auch für entfernte Formen einer Iyanifa, die in keinster Weise
überragend noch kraftvoller in ihrer Priesterschaft ist. Nur Odu zu
empfangen gibt diese Kräfte! Jemand sprach von Gleichheit der Geschlechter in
Nigeria und somit auch in der Religion partizipieren darf. Könnte uns jemand
erklären, wie das ohne jegliche Kräfte geht?
Bis jetzt haben wir über die Tatsache der
Geschichte gesprochen in der keine Frau vor Odu anwesend sein darf und kommen
nunmehr zu den religiösen Attributen, die eine Frau in der Religion bedient. So
Orunmilas Adivinations Attribute. Das ist ebenfalls ein Tabu, dass eine mit
diesen Werkzeugen arbeiten darf!
Die Ijoye Zeremonie: ¿Ein blutiger Akt der kubanischen
Brutalität?
Das sogenannte Ijoye ist ein
Ritual, das am 7. Tage der Ifa Weihe durchgeführt wird. An jenem Tag wird dem
neuen Hohepriester Ifa übergeben. Ijo Oyé bedeutet in etwa Tag der Krönung.
Während dieser Zeremonie wird in
unserer Tradition der neu Initiierte hinterrücks geschlagen und ist auch in den
afrokubanischen als auch in den traditionellen afrikanischen Ifa Schriften
hinterlegt. In beiden Linien geht es vorwiegend um die Person AKALA Kind des
Orishas, den Orunmila wegen bestimmter Geschehnisse, die er mit Akala erlebte
bestraft.
Wenn in dieser Zeremonie auf Kuba
der neue Priester von hinten geschlagen wird, erklingt der Gesang Akala omo
Orisa, akala omo Orisa, Orunmila ma nbinu, akala omo Orisa.
(Akala ist Sohn eines orishas,
Akala ist Sohn eines Orishas, Orunmila sei nicht böse, Akala ist Sohn eines
orishas)
Die Ijoye Zeremonie als solche ist
im nigerianischen Ifa Zeichen Okana Meyi hinterlegt
wo geschrieben steht:
Ogbo erinla ki
isoro e weye jigbinni lorun esin A difafun Bilope Ti nsomo bibi Orunmila.
Won ni ki o wa rubo nitori ki lo si Oko.
(Eine alte Kuh kann nicht sprechen, und schaut auf
die schöne Dekoration am Halse des Pferdes.) Dieses Ifa Zeichen erhielt Bilope,
ein Sohn Orunmilas. Man hatte ihm geraten Ebbo (Opferarbeit) zu machen,
weil er nicht auf dem Feld arbeiten
durfte.
Wenn man genau beobachtet,
liegt die Bedeutung dieser Zeremonie
darin, dass der Alawó, den Raum verlässt, in dem sich Orunmila befindet und
symbolisch pflanzt er die Saat
außerhalb des besagten Raumes und verlässt somit Orunmila. Hier folgen die
SYMBOLISCHEN SCHLÄGE auf dem Rücken des Alawó, damit er zurück zu seinem Ifa
kehrt. So zeigt ihm symbolisch, dass ein
Babalawo nur Ifa arbeiten sollte, um sein Ziele nicht zu verfehlen.
Sollte er doch anders rum weiterhin auf
dem Feld arbeiten, ist sein Weg länger und härter. Ifa bemüht sich um das
Wohlsein eines Awós, sofern er nicht betrügt, nicht respektlos und kriminell im
Namen Ifa´s handelt.
Ein Awo
sollte mit seinem Wissen brillant erscheinen und durch die im Orakel bestätgten
Ebbos (Opferarbeiten) die Probleme lösen.
Zusammenfassend, das Ijoye zeigt, dass Awo Orunmila nichts anderes als Ifa
arbeiten sollte, weil er sonst von der Welt (durch die Schläge symbolisiert)
bestraft wird. Diese Schläge sollten
spürbar sein, aber keinesfalls in Schmerzen und Verletzungen ausarten. Ein
ordentlicher Babalawo darf solche barbarischen Akte nicht zulassen.
Eduardo Conde Ifabilawó
Auf der
anderen Seite, kritisiert man, dass diese Zeremonie in der nigerianischen Ifa
Tradition nicht vorkommt. Man beschuldigt sogar die afrokubanische Diaspora.
Wenn man
einen solchen Vergleich eines barbarischen Aktes anstellt, so sollte man auch
beachten, dass in Afrika rituelle Markierungen in Form von Zeichen im Gesicht
geritzt werden. Dies wird in Afrika
in einigen Orisha und Ifa Pfaden gemacht und sind im Ifa und der Osha
hinterlegt. In der Osha ist dafür Oggun verantwortlich. Somit ist es nicht nur
ein kulturelles Element, wie es einige Neotraditionalisten sehen, sondern
vielmehr im nigerianischen Ifa und in vielen Yoruba Völkern verankert.
Viele
Neotraditionalisten mahnen oftmals, dass diese Ijoye Zeremonie eine brutale
kubanische Erfindung sei und man diese in Nigeria nicht durchführt.
Offensichtlich ist diese Meinung falsch. Ijoye wird in Nigeria durchgeführt und
deren Form der Zeremonie ist im nigerianischen Ifa Zeichen Irete njeru
verankert. Bevor der zukünftige Babalawo geweiht wird, also noch ein Omo awo
ist, wird in einigen Häusern auf dem Weg zum Eintritt
in das Igbodun (dem heiligen Raum) mit
Ästen
geschlagen.
Wen also irgendwelche Internetvideos gesehen hat, wo dieser Akt nicht
vorkommt, oder eine bestimmte Gegend in Nigeria besuchte und es nicht erlebt
hat, sollte sich nicht täuschen lassen. Nachdem
dort der Omo Awo geschlagen wurde, wirft er sich mit der Brust auf den Boden und
alle anwesenden Babalawos trampeln auf ihm herum.
Auch hier bestehen absolute Parallelen, wie es in einem afrikanischen
ese Ifa geschrieben steht.
Akala
des Òrìsa
Übersetzung:
Ifa sagt, wenn jemand im Orakel mit ate njeru kommt,
was Irete lotun, iwori losi, entspricht, muss er Ebbo machen. Ifa sagt auch,
dass er vorsichtig während der Suche nach Frauen sein sollte, damit man ihn
respektiert.
ESE IFA
Te mi kankan n o lo
Te mi wara n o lo
A difá fun Òrúnmìlà
Ifá nlo ree jiyemo
Ti nse obinrin Òrìsa fe
Ébó ni nwon ni baba o se
Òrúnmìlà gbebo nbe o si sebo
Nje ngo te akala omo Òrìsa
Ire to temi lale ana ngo te o gbesan
Ngo te Akala omo Òrìsa.
ÜBERSETZUNG:
Trete
mich schnell
Trotzdem führe ich meinen Weg fort (aus eigener Überzeugung)
Trete
mich schnell
Ich
führe meinen Weg fort (aus eigener Überzeugung)
Es wurde für Orunmila orakelt
Am
Tage, als er mit der Frau von Orisa schlafen wollte
Sagte
man ihm, er müsse Ebbo machen
Orunmila machte Ebbo
Ich
werde Akala den Sohn Orisas treten
So wie
Du mich gestern Nacht getreten hast.
So räche ich mich.
Ich
werde Akala Sohn des Orisa treten
Erklärung
Orunmila bedroht die Frau des orisha, sie nennt
sich Jimo (Ijemo).
Orunmila sagt, dass er alles tun wird, um mit dieser Frau des Orishas zu
schlafen und wird sie später für sich behalten. Eines Tages, spät nachts war
Orunmila überzeugt, dass sie schläft. Leise pirschte er sich heran und bemerkte,
wie Orisa schnarchte.
Un día, cuando ya era
tarde en la noche y Orunmila se sentía.
Auch ihr Sohn Akala schlief. Plötzlich wachte Akala auf, weil er
urinieren musste. Orunmila war überrascht
und und fragte sich, wie es möglich sei, dass der Junge des Orishas um diese
Uhrzeit aufwache.
Orunmila versuchte sich zu verstecken indem er
sich auf den Boden legte .
Akala trat auf ihn und ging urinieren. Er dachte dabei, was er alles
anstellen muss, nur um mit der Frau von Orisa zu schlafen. So hielt es Orunmila
eine Weile auf dem Boden aus, bis Akala sich wieder hinlegte und er dann mit der
Frau Orisa schlafen konnte. Am Morgen hatte Akala, Sohn des Orisa am ganzen
Körper und am Kopf Schmerzen.
Sein Vater sagte, dass man
besser Orunmila konsultieren sollte .
Orunmila sagte ihm, dass er Ifa empfangen müsse.
Damit seien dann alle Schmerzen beseitigt. Orisa akzeptierte, dass sein
Sohn in Ifa geweiht werden sollte.
Als
alle Vorbereitungen zur Zeremonie erledigt waren, nahm Orunmila Akala Sohn
Orisha zur Hand und sagte ihm: „So wie Du gestern auf mich getreten bist, so
werde ich jetzt auf Dich treten“ Alle anderen anwesenden Babalawos verstanden
dieses nicht, sie waren nur davon überzeugt, dass Orunmila sicher weiß was er
sagt. Nachdem Orunmila auf Akala getreten ist, waren alle Schmerzen in seinem
Körper verschwunden.
Olofin und Odu.
Die Geschichte geht weiter..
Die Problematik zwischen Olofin und Odu basiert u.a. auch auf Aussagen der
Neotraditionalisten, die abwertend Olofin eine „Keksdose“ nennen und deren für
Aussenstehende geheime Inhalte geändert wurden. Die
Anwendungsform dieses Heiligtums ist nicht mehr die Gleiche. In einigen
Zeremonien, die im Igbodun (heiligen Raum) mit Odu durchgeführt werden wird auf
einen offenes Behältnis zugegriffen, das mit diversen Materialien gefüllt ist,
die verwendet und ggfls. wieder aufgefüllt werden. Bei Olofin ist es anders,
weil dieser versiegelt und somit geschlossen bleibt. Diese Materialien sind
nicht mehr die gleichen, auch nicht in deren Umfang.
Aber, die Ehrung und Anbetung ist die gleiche, die gleichen Tiere werden
geopfert, die Form ist gleich, usw. Die Gesänge an beide gerichtet sind sehr
unterschiedlich, wie bei vielen Dingen, die aus mündlicher Überlieferung und
sprachlichen Unterschieden stammen.
Es ist aber sehr einfach, wenn auch oftmals der Mensch keine Ähnlichkeit sieht,
sich alles komplizierter vorstellt. Die ersten Ifa´s, die auf Kuba gemacht
wurden, waren mit Olofin (so nannte man diese Entität) Dieser stammte aus
Nigeria als man später einige Sklaven freigelassen hatte.
Dies geschah nicht nur mit Olofin, sondern auch mit vielen anderen Attributen
der Religion, die relativ spät nach Kuba kamen. Es gibt somit viele Varianten
der Orishas und deren Attribute und Odu, ist auch keine Ausnahme. In Nigeria
gibt es Regionen, in der Odu auch heute noch Olofin genannt wird. Es ist
bekannt, dass es sich um eine Gottheit handelt, die von den Egbadó so genannt
ist.
In einem früheren Teil unserer Dokumentation haben wir auf die Arbeit von E.
Bolaji Idowu (“The Supreme Being”) hingewiesen, der
versichert, dass Olofin im Komplex der Yoruba als integrale Einheit der „Höheren
Gottheiten“ betitelt und alternativ zu Oloddumare gesehen wird.
Das Problem basiert eher auf Fehlinformationen, die heute erst klar werden,wenn
die sogenannten Neotraditionalisten einen Angelhaken in turbulente Gewässer
werfen.
Es gibt viele Babalawos, die analysieren und der Meinung sind, dass Odu ein Teil
innerhalb Olofins ist, die auch ihr Ashé reichte. Es fällt direkt in
Augenschein, wenn wir den Folofin (geheimer
Bereich im Igbodun) innerhalb des Igbodun vorbereiten. Dazu verwendet mann
Dinge, die Odu hat.
Igba Keke, was sich innerhalb Odu mit vier Farben befindet, sind die Farben, die
man zur Fertigung der atena im Igbodun und innerhalb Ugbodu verwendet. Wenn
diese Farben verbraucht sind, wird diese Odu nicht weiter genutzt und man
verehrt diese dann lediglich noch im leeren Zustand.
Wenn man auf eine seriöse Art und Weise vergleicht, ist das Verehren fast
gleich. Womit alimentieren sich beide. Die gleichen Tiere wie in Nigeria, gibt
man Odu. Ist somit Olofin und Odu je eine andere Entität oder haben sich beide
abgesprochen, das gleiche zu essen?
Die Form zu essen ist ebenfalls die gleiche…. Zufall?
Die Anzahl der Babalawos, die in den Riten
präsent sein müssen… auch Zufall? Dazu kommt noch, dass wenn Olofin übergeben
wird kommt Odu in jedem Gesang zur Opferung vor….
Wenn man den Inhalt kennt, die Tiere und deren Art der Opferung kennt und
vergleicht, kommt man relativ schnell drauf, dass Odu in Olofin integriert ist.
Schauen wir uns einige Beispiele von Gesängen an:
Agbo (Hammel) Eje Odu
ni laiye, eje
Odu
nilaiye agbo............
Agbebo
adie (Henne)
Odu Odu
Odu
ni laiye,
baba ejiogbe .....y etc etc
Eyele (Taube) eyele ni bawa, odu
m....
Odu
m...
Odu
m....
Aparo (Wachtel) aparo laiye lebó
Odu
l..........
Wie kann es sein, dass einige behaupten, dass Odu und Olofin nicht gleich sind
oder Vater und Tochter nicht im gleichen Behältnis sind? Sind das nicht zu viele
Übereinstimmungen um solches zu behaupten? Hinzu kommt, dass Odu auch Igbin
(Schnecke) isst, Olofin auch. Auf Kuba opfert man keine Igbin, da die dort
befindlichen Tiere sehr klein sind, aber man weiß darüber, dass Igbin geopfert
werden kann. Das Essen für Odu, als auch für Olofin darf nur von Babalawos
gegeben werden. Auch dieses Essen selbst darf nur von Babalawos verspeist
werden, die auch Odu erhalten haben. (diese Dinge hat man auf Kuba langsam
weggelassen, man kochte auch Tauben, wenn Olofin dies wünschte.)
Frauen dürfen Odu nicht sehen, so auch nicht Olofin. Auch zeigt es sich, dass
wir von ein und dem selben sprechen.
Wir kennen auch die Namen derjenigen, die die notwendigen geheimen Materialien
zur Fertigung Olofins suchten. Diese Problematik stellte sich als man auf Kuba
neue Ifas machte.
Auf diesen Argumenten basierend würden wir gerne folgendes wissen?
Wer behauptet, dass das Geheimnis Olofin im Yorubaland verlorengegangen ist?
Wer behauptet, dass Olofin eine Erfindung von Miguel Febles sei?
Wer behauptet und möchte die Idee verkaufen, dass man nur in Nigeria vor Igba
Odu geweiht werden kann?
Wenn die Materialien zur Fertigung Olofins aus Afrika kamen und nach Kuba
gebracht wordensind, welche weiteren Probleme der Fauna hätten gefunden werden
müssen?
Unsere Religion ist sehr weitgehend und verlangt sehr viel Disziplin und Lernen,
damit wir ein besseres Verständnis aller Prozesse in ihr verstehen. Alles hat
sein warum und weshalb und Grund und Ifa verbürgt diese in seinen jeweiligen Odu.
Viele Religiöse, die nicht lernen, kritisieren, was sie nicht kennen. Andere
haben eben nicht ausreichend Köpfchen um Ifa zu lernen, die sogar oftmals mit
Skrupel ihre Meinung vertreten und nichts wissen. Solche wollen Vorbild sein und
greifen nicht einmal auf in seltenen Fällen mehr als sechs oder sieben Jahre
Praxis (bis 2010 gerechnet) zurück. Zudem haben sie kaum oder gar keinen Kontakt
zu ihren Ältereren (padrinos) um korrekte Lehre zu erhalten. Solche halten sich
lediglich an irgendwelche „Bücher“, die über ein sehr weit von der Realität
entferntes Ifa reden und fast alle irgendwelchen akademischen Titeln geschminkt
wurden. Davon meint man, es sei Ifa! Solche nennen wir mal „Möchtegern Meister“,
die sich als Allwissend präsentieren. In Wirklichkeit zerschellen diese bald an
irgendeiner Wand, wenn sie dagegen laufen. Anstatt Ifa zu lernen, zeigen diese
sich im Grunde von einer lächerlichen Seite.
Unterschiede in der Adivination?
Viele Neotraditionalisten behaupten, dass viele mündliche Ese Ifa, die in
Nigeria verwendet werden, auf Kuba längst verloren gegangen sind. Diese
Behauptung ist nur zur Hälfte richtig.
Wir meinen damit zur Hälfte, weil die Ese Ifa die Ausdrucksform von Personen
ist, die Yoruba sprechen und die Ifa erklärt. Darin liegt der eigentliche
Unterschied.
Die Konsultationsmethode in Nigeria besteht daraus, dass der Babalawo aus dem
Gedächnis die Ese Ifa (Geschichten) aus dem jeweiligen orakeltem Odu zitiert.
Sobald der Klient eine Gesichte hört, die seiner Problematik entspricht, hebt er
die Hand und der Babalawo determiniert alsdann Ire oder Osobbo. (Ibí)
und die notwendigen Ebbos, die nur im
Zeichen verankert sind.
Auf Kuba, als die Religion eingeführt wurde, sprachen die Babalawo viele Ese Ifa
(auch Pataki genannt) in Yorubasprache (zumindest in der Form, wie es auf die
Insel kam). Es ist wahr, dass diese Praktik nacheinander verlorengegangen ist.
Der Grund ist, dass die Bevölkerung, die sich regelmässig konsultierte nicht nur
aus Yoruba Völkern stammte, sondern auch Spanier, Kreolen und andere Ethnien,
die alle kein Yoruba verstanden. Aus diesem Grunde war es sinnlos, weiterhin die
Ese Ifa auf Yoruba zu zitieren.
Nicht zu vergessen ist, dass wir klarstellen, dass es nur teilweise so ist.
Die Ese Ifa auf Kuba wurden teilweise von Sprichwörtern aus dem Volke
bereichert, damit auch die Pesonen, die kein Yoruba sprachen, den Sinn verstehen
und zwar einfach und schnell. Aus diesem Grunde erfüllt das Dice Ifa, die Titel
der Patakies, die Sprichwörter die gleiche Funktion, indem spanisch sprechenden
Menschen damals die Wurzel ihrer Probleme beschrieben wurde. Es bringt auch
nichts einfach ein Sprichwort zu zitieren, ohne die im zeichen hinterlegte
Geschichte zu kennen und zu
erklären.
Eine weitere Funktion ist, dass der Babalawo die kompletten Patakies kennt. Ohne
geheime Dinge zu veröffentlichen, damit skrupellose Personen das nicht
ausnutzen, geht es bei unserer Adivination auch darum, aus dem entsprechenden
Ire oder Osobbo, das der Konsultierende in der Orakelsitzung bekam, zu schöpfen
und der Babalawo ersieht die Interpretation und notwendigen Arbeiten dem
jeweiligen Zeichen entsprechend. Im Afrokubanischen Ifa sind manche Arbeiten
absolut an das jeweilige Odun gebunden und müssen durchgeführt werden. Aus
diesem Grunde ist es eine Pflicht, die Zeichen zu lernen und zu beachten, welche
Patakies zu sprechen sind.
In Nigeria benötigt man viele Jahre voller ernsthaftem Lernen und man sollte
mindestens 4 Ese Ifa pro Odu (Zeichen) mit all dazu gehörigen Arbeiten wissen.
Viele der Neotraditionalisten, können nicht einmal ihr eigenes Zeichen korrekt
zitieren und bemühen sich auch nicht um ein einziges Ese Ifa. .
Viele nigerianische Babalawos kennen sogar fünf oder sechs Ese Ifa in
jedem Zeichen auswendig.
Keines der beiden Methoden ist falsch, beide bemühen sich um eine bessere
Lebensqualität einer Person, die um Rat und Hilfe bittet.
Den Neotraditionalisten sagen wir dass
Ifa sagt:
Aigbofa la
nwoke, Ifá kon ko si ni para.
Die Ignoranz über wie man Ifa orakelt, lässt sie nach oben schauen, aber an der
Decke gibt es kein Orakel”
Oyekun Lode
Traditionelles Ifa in drei Tagen
Ifa Express?
Wenn wir vom Tradionalismus reden,
geht man davon aus, dass wir Dinge meinen, die tradionell durchgeführt werden.
Darauf beziehen sich viele Neotraditionalisten um die afrokubanische zu
attackieren. Diese Herrschaften verstecken sich unter einem zu respektierenden
Mantel und ignorieren völlig, den Schaden, den sie im Laufe der Zeit der
Tradition, die sie ausüben zufügen. Letztendlich arbeiten sie nicht
traditionell.
Die afrikanische Tradition
verdient unseren Respekt. In ihr befinden sich immer noch viele originale
Quellen der Yoruba Religion, darunter die Sprache. Jedoch darf man nicht
behaupten, dass alles beibehalten wurde. Das wäre erwiesener Weise falsch. Wir
fallen nicht auf dieses Niveau herab und diskreditieren die nigerianische
Tradition weil wir wissen, dass diese einige Änderungen durch Eigenverschuldung
und Fremdeinflüssen erfahren hat.
Viele allein aus politischen Gründen. Man könnte es anstatt traditioneller
Religion auch historische Religion nennen. Daraus ergibt sich der Vergleich
zwischen dem was man früher und heute machte.
Die rechtfertigt dann auch, dass
man die Anpassungen respektiert, die unsere Vorfahren auf Kuba durch eine
gezwungene Transkultur im Sklavenleben erfuhren. Bevor man all die Mühe
abwertet, sollte man sich zunächst einmal in deren Situation und Umstände
versetzen, die mit größter Mühe das Ziel hatten, uns Nachfolgern Rituale intakt
zu übergeben.
Eines davon ist die Weihung in
Ifa. Einige dieser Neotraditionalisten behaupten, dass die Ifa Weihe eine
Zeremonie von 3 tägiger Dauer ist und dass man auf Kuba mit seiner 7 tägigen
Dauer übertreibt. Es klingt so als hätte ein Sklave damals sehr viel Zeit gehabt
und hatte sonst keine Beschäftigungen. Mehrere Tage Dauer waren sogar gefährlich
entdeckt zu werden und auch mit mehr Kosten verbunden, wobei viele nicht einmal
ausreichend Geld zum essen hatten. Als hätten die Vorfahren zu viel in ihrem
inhumanem Leben übrig und würden dann noch einige Tage mehr nutzen?
Es wäre einfach, wenn diese
Sklaven aufgrund ihrer großen Not einfach die Tage gekürzt hätten, um u.a. auch
nicht die eingeladenen Priester mit Speisen zu verköstigen. Sie hätten es auf 3
Tage kürzen können, so wie die nigerianische Tradition es betreibt. Sie haben es
bei 7 Tagen belassen, weil sie es für richtig hielten so wie es auch in den
Schriften Ifas steht. Damit die schamlosen Herren, die im Grunde vergleichbar
ein afrokubanisches Awofakan haben und sich Babalawos nennen, verweisen wir
ausdrücklich auf ein Ese Ifa aus der nigerianischen Tradition in Ofun Meyi hin,
was über eine Dauer und die Wichtigkeit der Ifa Weihe von 7 Tagen spricht:
„Ofun Meyi, nannte sich im Himmel
Orangun Deyin Ekun. Er war ältester Sohn Orunmilas im Himmel. Ursprünglich war
er das erste Odu, das auf die Welt herunterkam. Aus bestimmten Gründen kehrte es
aber in den Himmel zurück um zum letzten Odu zu konvertieren.
Ofun Meyi entdeckte, dass Oloddumare 6
Tage benötigte, um die Erde, Meere, Atmosfere, Pflanzen, Tiere und Menschheit zu
schaffen. Der Grund warum Oloddumare
zuerst alles schuf, bevor der Mensch entstand, beruht darauf, dass der Mensch
ein Haus zum wohnen, Wasser zum Trinken, Essen zum Verspeisen und Luft zum atmen
schaffen mußte. Erst dann konnte er sich
weiteren Angelegenheiten im Himmel widmen.
Ofun sagt, dass Oloddumare am 7.
Tage ausruhte, als er die Divinität geschaffen hatte. Dieser Tag diente
zum säubern und Ausruhen
Odibi reke reku lere
Odibi ridi ridi
Le ale akakpo Oggún. Kobo eledare
Ibi reku reku
Odibi reke reku lere
Odibi ridi ridi. Je akakpo Orunmila
Kobo eledare
Ibi reku reku
Odibi reku reku lere
Odibi ridi ridi
Je je aje ugba erumole
Kiwombo eleeda won
Ibi raku reku
Das
schwierige Problem war friedlich gelöst, der Name des Awo adivinierte für Oggun,
Olokun, Orunmila und alle anderen Divinitäten. Er hatte empfohlen seinen
Schutzgöttern während 6 Tagen Ebbo zu machen und am 7. Tage zu ruhen. Orunmila
fragte warum das Opfer 6 Tage andauere, anstatt es an einem Tag zu machen. Der
Awo erzählte ihm, dass Oloddumare 6 Tage benötigte um die Erde, die Meere, die
Atmosphäre, die Pflanzen, die Tiere, die Menschheit zu schaffen. Der Awo sagte
ihm auch, dass er all dies erschaffen hat, damit die Menschheit eine Unterkunft
habe, in der sie atmen kann, trinkt und ein ruhiges Leben führen kann.
All dies war nach dem 7.
Tage vervollständigt.
Auf
dieser Basis soll eine Zeremonie diese Zeit in Anspruch nehmen, um sein Haus zu
säubern und am 7. Tage auszuruhen.
Orunmila fragte erneut, wenn eine solche Zeremonie sechs Tage andauert, würde
das nicht zu Diskussionen und Konfusionen führen? Der Awo antwortete ihm, dass
es jegliche Diskussionen während einer Weihung untersagt ist.
Wie man
sieht, spricht dieses Ese Ifa der nigerianischen Tradition sehr klar über die
Dauer der Zeremonie zum Babalawo und nicht in 3 oder 5 Tagen. Wie kann es dann
sein, dass Oloddumare all die Zeit benötigte und eine Weihung zum Babalawo in
einem kürzeren Zeitraum durchgeführt wird, um sein gesamtes spirituelles Leben
und seine Funktion als Babalawo darauf einzurichten?
Wenn wir uns nun auf die afrokubanischen Schriften beziehen, sehen wir,
dass von einem spirituellen Prozess die Rede ist, dem der Zeitraum zur Schöpfung
gleicht. Somit sind wir der Meinung,
dass dieses eher dem Traditionellen entspricht. Wir möchten verpflichtend
klingen, sondern lediglich dazu aufrufen, dass viele jener Tradition angehörigen
unzureichende Kenntnisse von der afrokubanischen und auch von der nigerianischen
Tradition haben, sich einmal hinsetzen und dieses tiefgehender studieren und
analysieren sollten, welche historischen Ereignisse zum Wechsel der Tradition
führten. Denn gerade diese Personen überschreiten die Gesetze Ifas. Eine
traurige Realität. Diese Herren haben nur Awofakan im traditionellen Stil und
sind somit nur Omoawó, die Ifa studieren müssen und nicht für jemanden orakeln.
Selbst Ifa zu vertreten ist ihnen untersagt, nur Lernen. Wenn jemand ihnen
sagte, sie seien Babalawos, so wurde sie getäuscht und betrogen.
So
spricht auf Ofun Meyi in der nigerianischen Tradition. Die Logik sagt uns, dass viele Wechsel in
beiden Traditionen notwendig waren. Diese Wechsel dienten dazu etwas zu
schaffen, was gar nicht existierte bzw. keine höheren Kulturen zugelassen und
ermöglicht hatte. Wenn es eine bestimte Pflanze nicht gegeben hatte, wurde sie
durch eine andere ähnliche ersetzt, wenn es ein bestimmtes Tier nicht gab, wurde
ein anderes verwendet. Wer aber widerspricht einer Ifa Weihe von 7 Tagen und
fixiert diese auf 3 ?
Es ist eine Wahrheit, dass die
Isefá (Owofakan- Hand Orulas) drei Tage andauert. Können wir einer Ifa Weihe den
gleichen Wert einer Ikofa/Owofakan Weihe geben? Haben beide Weihen die gleiche
Dauer? Haben beide Weihen die gleiche Relevanz, um in gleichem Zeitraum
vollbracht zu werden? Oloddumare hat die Dauer der Tage festgelegt und die
kubanische Tradition hält sich daran und ändert dies Dauer auch nicht aus Laune.
Wenn einige afrikanische Traditionen es so machen, respektieren wir es, aber das
afrokubanische Ifa, ist keinen Änderungen oder Interpretationen von Menschen
geschaffen hörig.
Das afrokubanische Ifa konserviert
nicht nur die Prinzipien, die Oloddumare in der Schöpfung asignierte sondern
auch diese, die von allen unseren Vorfahren von Sklaven auch nicht geändert
wurden.
Es ist kein einziges Odu Ifa auf
Kuba bekannt, das davon spricht, dass man wegen mangelndem Essen und allen
notwendigen Materialien sowie der notwendigen Dauer
der Weihe deutet.
Heutzutage, wo wir kaum Mangel an
etwas haben ändern wir erst recht nichts. Wenn wir die Tage kürzen, so wäre es
auch eine Scham all den Vorfahren gegenüber, die mit größter Mühe und Schmerz
geopfert haben und niemals
zugelassen hätten respektlos Oloddumare gegenüber den Vorgaben nicht entsprochen
zu haben.
Ist man vielleicht der Meinung,
dass die Dauer in Tagen verhandelbar sei? Die einfache Antwort ist NEIN. Was
meinen all diese akademischen und betitelten Herrschaften, dass man mit
Oloddumare verhandeln kann? Worauf beruft man sich, dass eine derartig wichtige
Weihe in weniger Tagen so gerechtfertigt ist? Die Art und Weise, wie man Ifa in
der afrokubanischen Tradition durchführ ist sehr gut strukturiert und gut
fundamentiert. Diese müssen wir konservieren, alleine aus Respekt, weil diese
durch viel Schmerz und Leid geschaffen wurde. Wir reden von der eigentlichen
Struktur Ifas als solche und nicht von irgendwelchen möglichen Erfindungen in
einer solchen Weihe bzw. von Reduzierung der Dauer aus Laune.
In der afrokubanischen Tradition
beginnt die Ifa Weihe mit einer Prozession in Richtung Igbodu. Während dieser
singt man:
Sewele sewele agada kajo fowo, sewele sewele agada fowo ju, omofá mbo
lese igbodun kajo fowo, omo mbo lese igbodun fowo ju.
Sicherlich gibt es hier einige
Fehler aufgrund der Sprachprobleme damals, aber der Gesang sagt: „Langsam,
langsam mit der Machete in der Hand öffnen wir unseren Weg damit der zu weihende
in Ifa in den Wald Odus gelangt.“
In einigen afrikanischen Pfaden
werden andere Gesänge verwendet um in den Wald Odus zu gelangen, aber dieser
gleiche wird auch dort innerhalb des Igbodun gesungen.
Einige Änderungen wurden
vorgenommen und auf Kuba sind einige Gebete kürzer, haben aber die gleiche
Struktur. Viele der kommerziell orientierten Neotradionalisten
behaupten, Ifa in 3 Tagen nach
traditionellem Stil zu machen. Durch in einem ese Ifa in Ofun Meyi verstehen wir
dass es nicht aus einer Tradition sondern aus einer Laune heraus ist. Deshalb
ist das Traditionelle in seinem
Stil unverständlich
Schlimmer ist jedoch, dass diese
viele dieser Neotradionalisten nicht einmal die Tiefe der Gebete und Gesänge
kennen, die zu einer Weihe notwendig sind.
Diese Verleumder, die so sehr die
kürzeren Gebete im afrokubanischen Ifa anklagen, führen aber ihre Weihungen in
Ifa durch und wissen nicht einmal, was die kürzeren Gebete bedeuten.
Die brutale Wahrheit jedoch liegt darin, dass diese wichtige Weihungen
ohne Gebete und Gesänge durchführen. In einigen Fällen werden sogar
Audioabspielgeräte verwendet.
Jetzt kommt die Gewinnfrage. Gibt
es eigentlich einen westlichen nigerianischen Traditionalisten , der eine Ifa
Weihe leiten kann und zwar mit all seinen Gesängen, Gebeten und Riten?
Bis heute sind wir
sicher, nein!
Wir kennen Fälle, in denen die
westlichen Traditionalisten ihre „traditionellen Weihungen“ sehr einfach
durchführen, kürzen die Rituale und die meisten Gebete. Es wurden Fälle publik,
in denen auf nigerianisch tradionelle Art 75 Iyanifas und 35 Babalawos auf einen
Schlag und in drei Tagen geweiht wurden. Ist das Tradition?
Diese Möchtegerne bemühen sich
oftmals das afrokubanische Tradition zu kritisieren und sind der Meinung, dass
ihre Ifa Weihe mehr Wert haben, als unsere. Es
ist doch logisch, dass wenn Ifa von einem Land in das andere geht, es
Anpassungen und Gebräuche gibt. Die Sprache, die Fauna und Flora und vieles
andere mehr zwingen zu Anpassungen.Wie kann man aber kritisieren, wenn die
Rituale noch intakt sind?
In der Erfindung der Iyanifa
(Hohepriesterin in Ifa) alsauch in der 3 tägigen Dauer widerspricht und beweist
erneut das Odu Ofun Meyi, dass es eine Lüge ist.
Wir raten nur dieses Odu zu studieren, damit sie bemerken, dass die
dritte Anmerkung daraus ganz und gar nicht gefallen wird.
Erfundene Zeremonien in der afrokubanischen Tradition?
Falschinformation der falsch Informierten?
Es
gibt einige Zeremonien, die ihre Anwendung in Nigeria verloren haben. Leider
wird kritisiert, dass man auf Kuba daran festhält oder es wird behauptet, dass
diese in Nigeria nicht existieren. Diese stehen aber im Corpus des
Traditionellen Ifas Nigerias. Um ihre Unwissenheit zu widerlegen, lesen Sie
bitte weiter.
Einige Zeremonien, die diese Herren ohne Lehrmeister oder gute Lehrer zu sein,
sind nur Herr der kleinen Bücher und die diese als Erfindung anklagen treten
jedesmal in das Fettnäppchen.
Das Ñangareo, (Kommen die Muslime?)
Wenn wir im afrokubanischen Ifa eine Weihung vornehmen, realisieren wir auch das
Ina Ngare O (Ñangareo), das auch dazu dient, das heilige Feuer zu besänftigen
(die Sonne) In Nigeria wird diese Zeremonie nicht durchgeführt, aber auf Kuba in
jeder Ecke, wo sich die Religion niedergelassen hat. Ob es in Matanzas, Havanna,
Palmira, Santiago etc. ist, dort gibt es Ñangareo.
Dies ist auch in Dahomey eine Tradition,
da es dort einen erheblichen muslemischen Einfluss gegeben hat. Wir können nicht
absolut bestätigen, ob dieser Gebrauch bis nach Nigeria gelangte, aber es werden
die gleichen Materialien wie Olorun (de Sonne) verwendet, wenn man Ebbo macht
als die Menschheit zum Feinde wurde und zerstört werden sollte. Die Sonne bat um
Konsultation und in diesem Ese Ifa Osa Onibu steht geschrieben:
Die Sonne macht Ebbo um respektiert zu werden
Einführung
Ifa sagt, wenn jemand Osa Onibu orakelt bekommt, muss er Ebbo machen
Ese Ifá
Osa wan owón na wan
A difa fun Örún
Segisegi igba ti nbe larin ota
Ébó nwon ni o se
O si gbebo nbe o rubo
Ona eepe onà ee jin
A nbani laruse ogún ëbö
Ona eepe ona eejin.
Übersetzung
Osa scheint
Owón scheint auch
Sie adivinierten die grelle Sonne
Als man von Feinden umgeben war
Hatte man ihnen geraten Ebbo zu machen
Sie gehorchten und machten Ebbo
Bald finden sie uns
Wir besiegen die Feinde
Dank des Ebbos
bald
Erklärung
Hier ist die Ree von orun Segisegi (die Sonne), die von vielen Feinden im Ort
Iwase umgehen ist.
Sie nutzten die Sonne aus. Die Babalawos
sagten die Materialen für das Ebbo auf.
Ifa sagt, diese Person müsse Ebbo machen, um seine Feinde zu
besiegen.
Ebbó: Akuko adie (Hahn)
Aso pupa (rotes Tuch)
Kalabassenschale mit Deckel
Ofa kan (1 Pfeil)
Opolopo Owo (viel Geld)
Echu übergab Orun die Kalabasse und das rote Tuch. Als die Sonner sehr starkt
war, wollte niemand herausgehen, dank dem Ebbo. Somit liess sich die Sonne
respektieren und wenn sie am heissesten ist, kommt niemand heraus. So besiegte
die Sonne ihre Feinde.
Diejenigen, die das Ina Nga Re O (Ñangareo) kennen wissen, dass in diesem
Ritual eine Kalabassenschale verwendet wird. Darin schüttet man Sara Eko (eko
flüssig), eine weitere Kalabassenschale und einem roten Tuch zum abdecken. Es
ist ein nigerianisches Ese Ifa und s sind die gleichen Materialien, die im Ebbo
der Sonne zum Sieg verwendet wurden wie die zur Verehrung der Sonne dienen Mit
dem Getränk Sara Eko verbinden wir das Erfrischende.
Die Nachforschungen haben ergeben, dass dieses Ritual von Haussa stammt. Es wird
dadurch auch nicht sein Wert gemindert, wenn die Vorfahren aus dieser Ethnie uns
das überlieferten. Es sind die gleichen Materialien, die zur Rettung der
Menschheit verwendet wurden und somit für uns Afrokubaner sehr wichtig ist.
So werden einige Rituale im afrokubanischen Ifa kritisiert ohne jemals
eine tiefgehende Studie und Analyse durchgeführt zu haben, die deren Existenz
rechtfertigt und bestätigt. Dies gilt auch natürlich für deren aktueller
ausgeübter Tradition, von der sie selbst behaupten, diese zu praktizieren und zu
kennen.
El
Mamurrayé
Eine weitere Zeremonie, die in Nigeria
verlorengegangen ist, nennt sich Mamuraje, die daraus besteht, dass der Euter
der Ziege gekocht wird und Orunmila geopfert wird. Dies, um den Tod zu
überlisten, damit sich Iku nicht von den Brüsten einer Frau oder anderen
menschlichen Teilen vergreift.
Dies steht im
afrokubanischen Odu Oshe Okana geschrieben und gleichzeitig zufällig auch im
nigerianischen Ifa.
In beiden Fällen steht die gleiche Handlung bis auf
Abweichungen sprachlich basierten Gründen des Yoruba auf Kuba. Jetzt schneiden
wir das Thema des nigerianischen Ese Ifa an worin erzählt wird, wie man aus dem
Ifa geopferten Euter einer Ziege Akose (Medizin) fertigt, um dem Tod und
Krankheit Herr zu werden
Ofo
Para ilé a boju ranhun
A difá fòsè
Nwon ni o daná ale
O loun ò ni daná ale
Odèdè abaya kòtò
A difa fun Òlòkànràn
Nwon ni o fese kase akase owuro danu
O loun ò ni wese akasè
Kese kese owuro danu
Orita meta abidi yakatá
A difá fun senideure
Ti somo bibinu agbonmiregun
Ébó nwon ni o se
O si gbebó nbe o rubó
Nse ko ma pese nideure
Ifá o ba gbanmu eran je
Ko
ma pese nideure
Iku gbamu eran je
Ko
ma pese nideure
Arun gbamu eran je
Ko
ma sese nideure
Gbogbo ajogun e gbamu eran je
Ke
ma sese nideure.
Übersetzung
Die teile eines Grills
Mit ihren traurigen Gesichtern
Realisierten Adivination für Oshe
Dem man sagte, das Abendessen vorzubereiten
Sie sagte, sie bereite es nicht vor
Der Raum ist groß
Realisierten Adivination für Ókànràn
Dem man sagte, er solle sich die Füsse waschen
Er
sagte er wasche sich nicht die Füsse
Es
sei größer als sein Hinterteil
Realisierten Adivination für Senideure
Tochter des Agbonniregun
Der sagte man sie solle opfern
Sie gehorchte und machte das Opfer
Sie sagt, sie möchte nicht für Ipese servieren
Ifa akzeptierte den Euter des Tieres zum essen
Und dass es nicht die Person sein soll, die opfere
Iku akzeptierte den Euter des Tieres zum speisen
Und nicht die person, die das Opfer brachte
Arun akzeptierte den Euter des Tieres zum Speisen
Und nicht die Person, die das Opfer brachte
Alle Ajogun akzeptierten die Euter des Tieres zum Speisen
Und nicht die Person, die das Opfer brachte
Für Iku Arun und die Ajogun…. Das ist langes Leben (Saiku)
Wer diese Studie nicht tiefgehend liest wird auch niemals die Ähnlichkeiten der
Rituale im afrokubanischen und nigerianischen sehen.
Wenn wir noch einen Schritt weitergehen wird im Afrokubanischen folgendes
gesungen:
Mamu raje Ikú mapo sendaure mamura je
Auch hier ist das Yoruba sprachlich ein wenig zerstört. Dies ist aber
unausweichlich, da auf Kuba spanisch gesprochen wird und es eigentlich normal
ist, dass es Fehler zwischen dem in Nigeria und auf Kuba gesprochenen und
geschriebenen gibt. Als unsere Vorfahren Nigeria verliessen wurde der Dialekt
Yoruba nicht geschrieben, auch in keiner Form. Die nigerianische Schriftform
wurde ab 1826 festgehalten.
Also
wenn wir analysieren, handelt es sich um den gleichen Gesang.
In Nigeria sagt man.
Ko ma pese nideure
In etwa mehr oder weniger auch auf Kuba durch einige phonetische Änderungen.
Wenn man die Aussprache aber hört, bemerkt man die starke Ähnlichkeit. Auf Kuba
spricht man es in etwa so aus
Ko mapo sendaure
Dieses Ritual hat in Nigeria noch nicht seine Gültigkeit verloren, es steht in
deren Schriften. Wir sind unseren Vorfahren nur zu Dank verpflichtet, dass sie
sich bemühten dies in jedem Ifa Ritual zu integrieren, damit der Tod fern bleibt
und die Krankheit nicht die Personen und zu weihenden Personen befällt, die in
den Ritualen einer Weihung anwesend sind.
Es ist uns im Grunde gleichgültig, ob es in Nigeria relevant ist oder nicht,
umso wichtiger ist unser Bewusstsein über dessen Existenz und in Nigeria machen
es nur in Form von Medizin, wenn jemand das Odu Oshe Okana bekommt. Somit sieht
jeder, dass es keine kubanische Erfindung ist , sondern sich um etwas handelt,
was unsere Vorfahren uns übertragen haben, die nicht vom Mond stammten, sondern
aus Nigeria kamen.
QUELLE:
Leonel Gámez Osheniwó, Eduardo Conde Ifabilawó und
Águila de Ifá
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